Mittwoch, 1. Dezember 2010

Schlüssel nachmachen

erwies sich als relativ einfach, auch, wenn ich dafür erstmal zu Mercedes gefahren bin und die mich dann an einen bestimmten Schlüsseldienst verwiesen haben. Der Typ bei Mercedes sagte ich bräuchte die Papiere des Autos und meinen Pass dafür, aber als ich bei dem Schlüsseldienst war, hat sich da niemand für interessiert. Man kann also ganz offensichtlich Schlüssel egal welcher Art einfach nachmachen lassen ;-) Für Autoschlüssel und Haustürschlüssel habe ich nur 46 Rand gezahlt, was ich sehr günstig fand. 

Das Problem, dass sich allerdings stellt und mich gestern schon sehr viel Zeit gekostet hat: Das Auto hat ja eine elektronische Wegfahrsperre, wo man so ein kleines schwarzes Ding ins Armaturenbrett drücken muss, um das Auto starten zu können. Das muss ich auch irgendwie irgendwo nachmachen lassen. Ich wurde gestern den ganzen Tag von rechts nach links geschickt und trotzdem konnte mir niemand helfen. Am Ende hatte ich 2 Telefonnummern aus den Southern Suburbs, also ein ganzes Stück weit weg. Einmal hieß es das ginge nicht nachzumachen, das wäre zu alt und sie müssten ein neues System einbauen und ein andermal hieß es ich sollte einfach vorbeikommen und sie gucken sich das an. Da hatte ich dann aber gestern weder Zeit noch Lust zu, weil is schon nach 5 war und die Southern Suburbs ein ganzes Stück weit weg sind. Heute ist Lena mit dem Auto unterwegs, weil sie Bewerbungsgespräche hat. Wir verkaufen es jetzt übrigens am Samstag, so wie es momentan aussieht.

Am Samstag ist auch unser Spit-Braai. Wir grillen ein Lamm am Spieß ;-) Bisher haben über 20 Leute fest zugesagt und ich hoffe das Wetter spielt mit. Wenn es zu windig ist, können wir es knicken.

So far ...

Dienstag, 30. November 2010

tja ...

nun ist es fast einen Monat her und es ist viel passiert seit letztem Mal. Das mit dem Reisen fällt leider flach, weil ich niemanden gefunden habe, der mit mir zusammen reisen würde und ich es mir alleine einfach nicht leisten kann. Am Freitag werden wir unser Auto an Lena's derzeitigen Freund verkaufen, Tinashe. Das Gute ist, dass ich den selben Preis ausgehandelt habe, wie wir damals bezahlt haben (16000 Rand), wir kommen also auf Null raus. Da das Geld knapp wird, ich bald kein Auto mehr habe, Reisen flach fällt und die Flüge immer teurer werden, habe ich mich dazu entschlossen Südafrika in 1-2 Wochen den Rücken zu kehren. Ein bisschen wehmütig bin ich schon, aber ich freue mich auch auf zu hause! Ich vermisse einfach Leute, die mich wirklich kennen und verstehen und ich habe noch recht viel zu tun, für die Uni in Dortmund und habe das Gefühl, dass es mehr Sinn ergibt das zu hause anzugehen.
Außerdem sind jetzt sowieso 80 Prozent der Leute, mit denen ich hier was zu tun hatte abgereist. Die letzten 3 Wochen bin ich nur damit beschäftigt auf irgendwelche Abschiedsparties zu gehen. Heike ist weg, Robert ist weg, Aline ist weg, Drew ist weg, Reza ist weg, Amy ist weg, Thea ist weg ...

Mal was erfreuliches: Ich habe das erste Fußballspiel meines Lebens erlebt! Im Stadion! Da ich ja noch nie drin war und es leider während der WM nicht geschafft habe, dachte ich mir ich nutze die Gelegenheit und gucke mir das Spiel RSA vs. USA an. Das tolle war, dass fast alle, die ich kannte auch hingegangen sind und der Fanwalk wieder offen war. Wir haben uns also alle Abends in der Stadt getroffen und sind dann gemeinsam mit 50000 anderen Fans zum Stadion gelaufen. Das Stadion an sich ist schon recht beeindruckend und ich bin froh diese Erfahrung gemacht zu haben. Für nur 10 Euro hatten wir super Plätze in der 12ten Reihe Mitte. Das Spiel an sich war leider recht langweilig. Es endete 1:0 für die USA. Die Stimmung im Stadion war auch eher mau. Wegen der nervigen Vuvuzelas gab es keine Fangesänge, oder sonstigen Jubel. Ich denke dieses Erlebnis hat aber dafür gesorgt, dass ich neugierig bin, wie ein Fußballspiel in Dortmund abläuft ;-) Da kann ich mir wenigstens sicher sein, dass guter Fußball gespielt wird.

Oh ja, dieses Wochenende war ich auf einem Festival mit Jens, Wilton, Leigh, Andriques, Jerome, Megan und anderen Leuten, die ich von der UWC kenne. Das Festival hieß Synergy und war (leider) ein IndieRock Festival. Heißt also, die Musik war meistens nicht wirklich was für mich. Trotzdem war die Atmosphäre und die Stimmung einfach großartig! Im Hintergrund hatte man immer Berge und um sich herum wunderschöne Natur und auf dem Frstivalgelände einen Fluß, in dem man sich abkühlen konnte. Definitiv das schönste Setting für ein Festival, das ich bisher erlebt habe. Da ich mit dem Rock auf der Hauptbühne nichts anfangen konnte, habe ich mich meistens im Electro-Dome aufgehalten, wo Drum and Bass, Minimal und Dubstep als Musikrichtungen vorherrschend waren. Leider habe ich es irgendwie geschafft mein Schlüsseletui zu verlieren, oder mir klauen zu lassen, was bedeutet ich muss jetzt bevor wir das Auto verkaufen irgendwie einen Schlüssel für einen 78er Mercedes nachmachen lassen ... keine Ahnung, ob das überhaupt geht.

Ansonsten habe ich in letzter Zeit meine Leidenschaft für Billard wieder entdeckt und spiele mit dem Gedanken in Dortmund einem Verein beizutreten, wenn ich wieder da bin. 

Ich denke das waren so in etwa die wichtigsten Infos des letzten Monats ... ;-)

Mittwoch, 3. November 2010

lang lang ist's her

, dass ich das letzte Mal schrieb.


In der Zwischenzeit war ich unter anderem in Camps Bay beim sogenannten Spring Break Festival. Das war aber leider ganz anders als Gedacht ... es war mehr eine Belustigungsveranstaltung für 16 jährige, als ein Festival und mit dem, was man vom Spring Break aus den USA kennt, mal so garnicht zu vergleichen. Ausser einem viiieel zu überfüllten Strand mit halbnackten Halbwüchsigen und Beachvolleyball gab es nicht viel zu erleben. Wir haben dann einfach am Strand gelegen und uns das Spektakel angeschaut. Dabei kam dann die Idee auf am nächsten Tag (Sonntag) zu Mzoli's zu fahren. Mzoli's ist eine Touristenattraktion in Guguletu, einem der Townships, wo es ausschließlich um Fleisch und Alkohol geht. Es ist eine große Feischerei mit "Braai-Stations", bzw. riesigen Grills, Plastiktischen und Stühlen und das wars. Man geht in die Fleischerei, sucht sich sein Fleisch aus, das dann in einer großen metallenen Schüssel landet, bezahlt und gibt es dann zu einer der Braai-Stations, wo es dann für einen gegrillt wird. Wie dort mit Fleisch umgegangen wird ist echt ziemlich barabrisch und wenn man drüber nachdenkt, verliert man den Appetit ... alleine die Mengen waren abartig.
Während das Fleisch brät geht man in eines der vielen Häuser drum herum, in denen privat und illegal Alkohol verkauft wird und deckt sich ein. Man sitzt draußen, unter einem riesigen Zelt, es gibt einen DJ und dementsprechend laute Musik und je später es wird, desto mehr wird es von einem Picknick zur Party. Picknick deswegen, weil es ausser Fleisch und Alkohol wirklich NICHTS gibt. Kein Besteck außer den eigenen Händen, keine Teller, keine Beilagen, nichts. Also bringt man alles, was man außer Fleisch und Alkohol verzehren möchte selber mit. Krass ist es dann, wenn man Gruppen von Leuten sieht, die außer einer riesigen Metallschüssel mit Fleisch und Vodka oder Whisky nichts auf dem Tisch stehen haben ;-)

Hingefahren sind wir übrigens mit dem Boogie-Bus. Das ist ein Ein-Mann-Taxiunternehmen, dass unser Hausmechaniker Steve hat. Mit dem Bus (irgendwas Amerikanisches) ist er schon über 1 Millionen Kilometer gefahren, quer durch die Welt. Auf jeden Fall hat er uns dann nach unserer Ankunft gegen halb 12 irgendwann um 5 wieder abgeholt und ich bin etwas betrunken mit Kopfschmerzen ins Bett gegangen, um sie wieder los zu werden. Den nächsten Tag habe ich dann mit ausnüchtern und der Herr der Ringe Triologie verbracht :-)

Ansonsten ... achja, unser Auto hat ne kleine Macke, und zwar ist der Fensterhebemechanismus kaputt und das Fenster auf der Fahrerseite droht immer in die Tür zu fallen. Diesbezüglich habe ich dann Steve angerufen, der dann auch prompt am nächsten Tag kam und sich die Sache angeschaut hat. Prognose: Irgendwas ist abgebrochen und er muss das Ersatzteil organisieren. Leider ist er bis jetzt noch nicht fündig geworden, weil alle nur den kompletten Fensterhebemechanismus verkaufen wollen, aber nicht das kleine Teil, das bei uns abgebrochen ist. Morgen wollte er sich wieder melden ... 
Außerdem macht unser Auto komische klappernde Geräusche, so ein hohes *klink* *klink* ... Lena war heute bei ner Werkstatt und morgen früh um 8 haben wir einen Termin, um mal zu gucken was das sein könnte. Der Auspuff ist es auf jeden Fall nicht, der ist fest. Hoffentlich wird das nicht zu teuer.

Ansonsten hat Lena mir eröffnet, dass sie wahrscheinlich nicht mit mir reisen wird. Also muss ich entweder alleine los, oder mir jemand anderen als Gefährten suchen. Das mit dem Auto wird noch problematisch ... entweder, wir verkaufen es und ich muss mir ein neues kaufen, oder wir verkaufen es und ich reise ohne Auto. Da der Mercedes ziemlich viel Sprit frisst ist es nicht unbedingt das günstigste Auto, um lange Strecken zu fahren. Andererseits ist es verlässlich und robust und wird nicht so häufig geklaut, was bei einem Golf schon wieder anders aussähe. Vielleicht kann mir einer von euch da n Rat geben?

Letztens bin ich im Supermarkt von einer jungen Frau auf meine Haare angesprochen worden, was ja andauernd vorkommt, aber sie hat mir eröffnet, dass sie Fotografin ist und nach ihrem derzeitigen Projekt gerne eine Session mit mir machen würde. Ich habe ihr dann meine Nummer gegeben und sie sagte sie riefe mich dann in nem Monat oder so an ;-) Es ist erstaunlich wieviel Aufmerksamkeit, Erstaunen, Wertschätzung, Anerkennung und anderweitige Reaktionen ich hier für meine Frisur bekomme. Erstaunt mich immer wieder.

Tja, was gibt es noch zu erzählen ... ich habe die erste Klausur hinter mir (Theatre), die zweite kommt am Dienstag (English). Morgen und Übermorgen habe ich Morgens wieder Lerngruppe an der Uni. Ich werde Morgen zwar zu spät kommen, weil unser Auto ja inspiziert wird, aber das wird wohl nicht allzu schlimm sein.

Achja, zwischenzeitlich hatte mein geliebtes Telefon den Geist aufgegeben und wollte einfach nicht mehr starten. Es hat mich mehrere Tage und einiges an Nerven gekostet, bis ich es wieder am laufen hatte. Ich bin ziemlich abhängig von dem guten Ding ;-) Dafür kann es jetzt noch mehr als vorher und läuft wieder wie ne 1.

Mehr fällt mir gerade nicht ein ... auf bald !

Montag, 18. Oktober 2010

Die Bretter, die die Welt bedeuten ...

Wooohooo !!

Unsere Theateraufführung war ein voller Erfolg! Es waren viiieel mehr Leute da, als erwartet. Manche haben sogar gestanden, um die Aufführungen zu sehen. Unser Stück war als letztes dran, also konnte ich mir in Ruhe alle anderen Stücke angucken. Man, habe ich gelacht. Es gab so witzige Stücke, dass selbst die Schauspieler manchmal nicht an sich halten konnten und ihnen ein Lachen entlockt wurde ;-) Es war ein soo tolles Gefühl auf der Bühne zu stehen und nachher von allen gelobt zu werden. Ich hatte echt vergessen, wie toll Theater sein kann. Nachdem wir unser Stück aufgeführt hatten wollte ich am liebsten wieder zurück auf die Bühne, oder wenigstens ein neues Stück planen *g* Ich finds total super, dass der Kurs es geschafft hat mich wieder fürs Theater zu begeistern. Schade war nur, dass das zweite Stück in dem ich ursprünglich mitwirken sollte, dann komplett abgesagt wurde, weil es ja nicht ein einziges Mal eine Probe gegeben hatte. Irgendwie hatte ich das Gefühl zu wenig involviert zu sein, bzw. wollte mehr Anteil am Ganzen haben.

Nach dem Stück sind wir (Lena, ihre Eltern und ich) dann nach Hause gefahren, ich habe meinen Apfelkuchen eingepackt, den ich gebacken hatte und dann gings zu After-Party zu unserer Professorin nach Hause. Ich muss unbedingt ihr Rezept für Tomatensuppe aus ihr rauskitzeln, die ist einfach unglaublich lecker! Wir haben einen ganz netten Abend gehabt, obwohl höchstens die Hälfte des Kurses gekommen war. Mein Apfelkuchen wurde von allen gelobt und ich habe den Rest eingepackt für Jens' Hausparty am nächsten Abend :-D

Am Freitag sind wir ja dann mal wieder ins Theater gegangen, wo wir uns mit unseren Ex-Mitbewohnern Heike und Aline getroffen haben. Sehr angenehm war, dass wir Freikarten hatten und es auch noch Bier umsonst gab, dass man im Theater während der Show trinken durfte. Leider war die Show nicht das Gelbe vom Ei. Ich habe zwar zwischendurch viel Gelacht, aber irgendwie ist mir und Lena die Kernaussage des Stückes verborgen geblieben. Nach dem Stück sind wir dann sofort vom Theater aus nach Observatory (genannt "Obs") gefahren und sind zu Jens auf die Party, die natürlich schon in vollem Gange war. Immerhin ging das Stück mit Verspätung erst um 20:45 los und hat sich ziemlich lange hingezogen, so dass wir erst gegen halb 11 oder so da waren. Mein Apfelkuchen war innerhalb von 30 Minuten verputzt und ich habe meine Aufgabe als DJ wahrgenommen. Das war super! Auch etwas, was ich sehr gerne tue. Es gab viel Lob und Komplimente für meine Musik(auswahl) und es waren mehr als doppelt so viele Leute auf der Tanzfläche, wie bei dem DJ vorher ;-)
So gegen 5 bin ich dann mit nem Taxi nach Hause gefahren und habe erstmal bis 1 geschlafen.

Am Samstag hatte ich das Auto für mich, weil Lena mit ihren Eltern auf Robben Island war. ICh bin dann nochmal zu Jens gefahren, habe das Geschirr und so von uns abgeholt, noch ein wenig gequatscht und dann bin ich wieder gefahren. Eigentlich wollte ich den ganzen Tag irgendwas unternehmen, aber es hatte niemand Zeit. Also alles in allem ein recht ruhiger Samstag. Am Sonntag bin ich dann mal wieder zu Alan, meinem Ex-Nachbarn, gefahren und habe ihn wieder mit Musik versorgt. Da bin ich bis etwa halb 5 geblieben und dann war Hermie's (einer meiner Mitbewohner) Geburtstag und es gab Kaffee, Kuchen, Waffeln mit heißen Kirschen und Sahne, Milchreis mit Zimt und Zucker uvm. Irgendwie haben sich die Vorbereitungen und so weiter ein wenig nach zuhause angefühlt ;-)

Heute hatte Lena mal wieder einen Zahnarzttermin, der leider länger gedauert hat, als sie dachte, so dass es sich nicht mehr gelohnt hat in die Uni zu fahren und ich bin ein wenig rumgefahren und habe auf dem Signal Hill ein paar Typen beim Paragliding zugeguckt.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Ich mal wieder ...

Hallo Leute!

Ich hab mein Essay am Montag abgegeben und jetzt kommen "nur noch" Examen. Diese Woche ist Theater angesagt. Am Freitag und am Samstag waren schon Proben, und Montag und Heute und Morgen und Übermorgen wurde/wird auch geprobt. Es macht echt Spaß! Es ist einfach toll zusammen sowas auf die Beine zu stellen, Fortschritte zu machen und zu sehen, wie das Stück Gestalt annimmt und dabei auch noch jede Menge Spaß zu haben ;-) Wir hatten zwar einige Rückschläge, weil Hauptdarsteller Stundenlang nicht aufgetaucht sind, oder die Bühne nicht zugänglich, oder besetzt war, aber es wird trotzdem. Morgen ist Probe mit Kostüm, was aber für mich keine Bedeutung hat, weil Megan (die Regisseurin) meinte mein Outfit ist perfekt so, wie ich immer rumlaufe :-) Es wird übrigens eine DVD des Ganzen geben, also habt ihr was, worauf ihr euch freuen könnt ;-)

Am Freitag waren wir abends noch in unserer Alten Bude bei Aline, Heike und den anderen Mädels zum Braai eingeladen. Später am Abend habe ich dann die Mädels noch in die Stadt runtergefahren, weil die noch tanzen wollten und bin dann nach Hause, weil ich ja am nächsten Morgen Probe hatte. Da ich ja leider, wegen den Proben und meinem Essay das Rocking The Daisies Festival verpasst habe, habe ich dann spontan entschieden mit Jens, Wilton, Lee, Jerome usw. Ende November aufs Synergy Festival zu gehen und bin nach der Probe Tickets kaufen gefahren. Da freue ich mich schon sehr drauf!

Gestern war ich bei den Amerikanerinnen zu hause, um mit Christina Musik zu tauschen. Christina ist mexikanischer Abstammung und hat sehr viel coole Lateinamerikanische Musik, die ich gerne haben wollte. Das hat dann von 7-12 gedauert und dann bin ich noch Drew besuchen gefahren. Im Bett war ich dann um halb 2 ;-)

Donnerstag nach der Aufführung ist bei unserer Professorin, die den Theaterkurs macht noch Afterparty, worauf ich mich freue wie ein Honigkuchenpferd. Das Haus ist einfach soooo schön! Und sie macht eine fantastische Tomatensuppe ...
Am Freitag gehe ich abends mal wieder ins Theater und gucke mir (freiwillig! ;-) ) Is it because I'm Jack an. Danach gehts dann zu Jens auf die Hausparty, zu der auch der gesamte Theaterkurs eingeladen ist. Vielleicht mache ich sogar für ein paar Stunden den DJ, mal sehen.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

endspurt

Hallo everybody!

Im Augenblick sind mal wieder essays und Tests angesagt. Ich hatte ein riesen Erfolgserlebnis, als ich in Englisch mein Essay zurück bekam. Erstens war es ne 1 und zweitens hatte der Prof es für den gesamten Kurs kopiert, so nach dem Motto: that's how to do it!
Nu muss ich bis Montag noch ein Essay über das Buch Beloved von Toni Morrison schreiben und nächste Woche Donnerstag ist unser Theatre Showcase, wo wir unsere Kurz-Theaterstücke aufführen. Dummer Weise soll das Ganze Mittags stattfinden, was wahrscheinlich bedeutet, dass wir seeehr wenig Publikum haben werden :-(

Das komische ist, dass ich bisher erst von einem von zwei Stücken, in denen ich mitspiele weiß, was für eine Rolle ich habe. Ich spiele einen versnobten Drama Studenten von der University of Capetown. Das Stück ist auf jeden Fall witzig. Bisher hab ich aber nur das Script zu Gesicht bekommen, geprobt wurde noch nicht.

Anonsten kommen Lenas Eltern nächste Woche Dienstag und ich hoffe, dass sie dann viel mit denen unterwegs ist und ich das Auto ne Weile für mich habe. Irgendwie fühle ich mich trotz Auto nicht sonderlich Mobil zwischendurch.
Irgendwie bin ich etwas neidisch... alle scheinen Besuch zu kriegen, nur ich nicht :-( Aber ansonsten geht's mir gut. Ich freue mich darauf aus dem Universitätstrott herauszukommen. Im Augenblick habe ich n kleines Tief und fühle mich ein wenig "im Alltag gefangen".
Am Wochenende habe ich seit langem mal wieder zuviel getrunken, was zwar am Freitag sehr witzig war, mir aber natürlich den Samstag komplett verhagelt hat ;-) Naja, zumindest für die nächsten Wochen werde ich daraus lernen ;-)

tja, soweit fürs erste von mir ...
irgendwelche Fragen? :-)

Dienstag, 28. September 2010

Statusbericht

Hallo!!


Sorry, dass ich so lange nicht geschrieben habe ... im Augenblick habe ich Durchfall (seit gestern) und Magenschmerzen, wahrscheinlich von Lena "geerbt". Nunja.


Am Donnerstag waren Lena und ich mit unserer Ex-Mitbewohnerin Aline nach der Uni im Planetarium. Irgendwie habe ich mich wie ein kleines Kind gefühlt, als ich da in der Schlange stand. Wohl, weil Erinnerungen an das Planetarium in Münster wach geworden sind, wo ich irgendwann mal war. 
Wir setzten uns hin und nach 20 Minuten (technische Probleme) gings dann los. Die gezeigte Projektion war weder didaktisch noch graphisch sonderlich schön und man konnte schnell mal einnicken, aber für 80 Cent kann man sich dann doch nicht beschweren ....

Eigentlich wollte ich mit Lena und Drew Abends noch auf ein Konzert gehen, aber beide haben mich sitzen lassen und dann war ich zu enttäuscht und demotiviert um alleine zu fahren. Lena verbrraucht im Moment all ihre Energie zum Klettern. Deswegen war sie auch am Samstag nicht mit auf Aidan's 21stem Geburtstag, doch dazu später.
Am Freitag Morgen bin ich mit Lena, Jens und Fingers in the Sky nach Langa gefahren, ein Township im Osten von Kapstadt. Dort haben wir ein Jugendzentrum besucht und natürlich wurde Musik gemacht und gesungen. Am coolsten fand ich die Drumcircle (mehrere Leute mit verschiedenen Trommeln, die im Kreis zusammen Trommel spielen).  Es gab Tanzgruppen, Poesie, Kunst, Musik, uvm. und das meiste wurde von Jungs und Mädels aus den Townships vorgeführt. Abends haben wir dann zu 8t glaube ich UNO gespielt und ne Menge Spaß gehabt. Am Ende kam Lee, der Freund unserer Vermieterin Lucia auf die Idee, dass der Verlierer mit nem angekokelten Korken im Gesicht angemalt wird ... das war vielleicht ne Sauerei :-D

Am Samstag war dann Aidan's Geburtstag. Morgens bin ich in die Stadt gefahren und war das erste Mal richtig shoppen, habe aber nur eine Sache gekauft. Lena war mal wieder klettern und kam dann am späten Nachmittag wieder und war zu erschöpft, um mit  mir auf Aidan's Geburtstag zu fahren. Ich bin dann also alleine zu Jens gefahren und mit ihm zusammen nach Kraaifontein, wo Aidan wohnt. Sein Vater ist Anwalt am Bundesgericht und dementsprechend reich ist die Familie und groß ist das Haus.

Die gesamte Familie war da, aber wirklich alle. Großeltern, Onkels, Tanten, Cousins und Cousinen ... ein riesen Event. Das war sooo anders, als bei uns. Da wurden Reden gehalten vom Vater und vom Onkel, in denen es um Gehorsam ging, um Stolz, Gott, Familie, Ehre usw. Dann hat Aidan selber noch ein paar Worte sagen müssen. Es gab eine Slideshow, die mit einem Beamer an die Wand geworfen wurde, und Aidan's Leben vom Baby bis heute dokumentierte - hinterlegt mit "James Brown - It's a Man's World" ;-)

Es gab Essen bis zum Umfallen, hauptsächlich Fleisch und Nachtisch, diverse Sorten Champagner, und vieles mehr.

Irgendwie war alles sehr förmlich und ein bißchen steif. Alle Erwachsenen mussten mit Mr. und Mrs. + Nachnamen angesprochen werden und es war irgendwie offensichtlich, dass Beziehungen zwischen Jungs und Mädchen einen anderen Stellenwert haben. Es ist noch ziemlich altmodisch, mit "Mein Haus, meine Regeln", "Solange du die Füße unter meinen Tisch stellst ..." usw. Aidan darf z.B. nicht mit seiner Freundin in einem Bett schlafen, wenn sie denn dann ausnahmsweise mal beieinander übernachten dürfen. Aidan hat mir erzählt, dass sein Vater nicht will, dass er Sex vor der Ehe hat und deshalb hält Aidan sich daran, auch wenn er selber sich als Atheist bezeichnet. Da kommt dann wieder Ehre der Familie und Respekt vor dem Vater usw. ins Spiel. Alles in allem ziemlich patriarchalisch.

Am Montag bin ich alleine zur Uni gefahren, weil Lena Durchfall usw. hatte und gestern hat es mich erwischt und sie muss heute alleine zur Uni fahren :-(

Soweit mal wieder von mir ... 

Sonntag, 19. September 2010

Das Wochenende

Sooo ...

Am Donnerstag haben Lena und ich uns das Konzert von Fingers in the Sky auf dem Ithuba Arts Festival an der Uni angesehen. Leider fand das nicht zur Mittagszeit, sondern abends statt und es waren im Ganzen vielleicht 15-20 Leute da, die alle mehr oder weniger zum Freundeskreis der Jungs gehören. Es war also mehr ein Privatkonzert, als ein regulärer Auftritt. Trotz alledem hat es Spaß gemacht. Es war zwar überhaupt nicht meine Musik (Rock) und der Sound war doof abgemischt. Andriques konnte man fast garnicht singen hören und die Leadgitarre hat alles andere übertönt. Naja, wie gesagt, es war trotzdem ein netter Abend.
Ich hoffe, dass Aiden mir gute Mundharmonica-Musik empfiehlt. Irgendwie hat das Instrument es mir angetan.

Am Freitag war abends eigentlich geplant zu einem Fußballspiel zu gehen, aber es hat mit der Organisation nicht so ganz hingehauen. Das war dann auch nicht sooo schlimm, weil ich eh noch ein Buch auslesen musste, um mich für einen Test am Montag vorzubereiten. Außerdem hat mein neuer Mitbewohner Jan eine japanische Sushi-Party veranstaltet und ich habe mal wieder neue Leute kennengelernt.

Samstag sind Lena und ich morgens nach Hermanus zum Wale gucken gefahren. Wir kamen so gegen 11 Uhr an und sind irgendwann um 3 oder so wieder gefahren. In der Zeit haben wir diverse Wale mehrmals aus dem Wasser springen sehen!! Unglaublich, dass diese Giganten ihre Körpermasse so weit und mit soviel Leichtigkeit aus dem Wasser heben können! Das Highlight war aber Walsex ... ja, wir haben Wale beim Sex gesehen! Das funktioniert so, dass zwei Wale sich in flaches Gewässer begeben und dann Bauch an Bauch schwimmen und der männliche Wal seinen Penis ausfährt und versucht seinen Samen in das Weibchen abzugeben. Und das alles vielleicht 100 oder 200 Meter von der Küste entfernt! Unglaublich! Wir haben von den springenden Walen auch ein Video gemacht, das versuche ich Morgen oder so mal hochzuladen.

Samstag Abend war Roberts Housewarming Party in Observatory, wo ich alleine hingefahren bin, weil Lena mal wieder irgendwas mit ihrem Magen hat. Die Party war arg seltsam ... Ich habe ja nur zwei Cider getrunken (von 9 bis 10) und dann bis ich gefahren bin (halb 3) nichts mehr. Vielleicht lag es daran ... es wurden auf jeden Fall komische Amerikanische Trinkspiele gespielt, wie z.B. wizzard's staff. Da werden die Bierdosen, die man über den Abend trinkt aneinander geklebt und wer den längeren Stab hat darf diejenigen mit einem kürzeren Stab rumkommandieren. Achja, und ehe man nicht 7 Dosen aufeinander hat, ist man kein richtiger Zauberer, denn es braucht 7 Jahre um in Hogwarts zu promovieren... Als ich gefahren bin hatte der Oberzauberer glaube ich etwa 15 Dosen aufgetürmt und die Party neigte sich verständlicher Weise dem Ende entgegen.

Heute habe ich den ganzen Tag für den Test am Montag gelernt, das Buch zuende gelesen und beende meinen Arbeitstag jetzt mit diesem Blogeintrag ;-)

Gleich werde ich wahrscheinlich noch einkaufen fahren und dann ausspannen!

Lieben Gruß von mir an euch!

Dienstag, 14. September 2010

die neue Wohnung!

Hallo Leute, ich wollte euch mal einen Einblick in meine neue Wohnsituation geben:

Die beiden Hunde im Haus. Der Husky heißt Ziggy und der Schäferhund heißt Cleo

Unser Haus von der Straße aus

Blick vom Balkon bei Nacht! In wirklichkeit ist das noch viel schöner, als man auf diesem verwackelten Bild erkennen kann!

Die Küche mit iPod-Dockingstation! *g*

Das Wohnzimmer



Der Blick vom Balkon ... phänomenal, oder?!

Der Balkon


Die linke Hälfte des Gartens mit Braai


Die rechte Hälfte des Gartens ... die ist so grün, weil sie von den Hunden "gedüngt wird"




Montag, 13. September 2010

update

Hi all,

erstmal sorry, dass ich euch wieder eine Woche habe warten lassen!

Am Freitag war ich mal wieder im Theater, in Woyzeck. Eine südafrikanische Adaption des Deutschen Stücks, dass ich leider nicht kenne. Es war aber trotzdem cool, auch wenn ich alle anderen Handlungsstränge und Charaktere besser fand als die Handlung rund um Woyzeck. Es war die gleiche Besetzung wie schon bei Karoo Moose, bis auf einen Weißen, der mitgespielt hat. Rob van Vuuren. Der Typ war so witzig, wahnsinn! Er ist ein südafrikanischer Comedian habe ich mir sagen lassen ... ich muss mal im Netz gucken, ob ich mehr von ihm finde.
Er hat sogar im Stück Wilton auf die Bühne geholt und ihn integriert :-D

Am Samstag hatten wir unsere Housewarming Party und es war sehr schön. Es waren erstaunlich viele Leute da, bestimmt über 20. Auch, wenn die meisten später kamen als erwartet. Eigentlich war der Plan so gegen 4 Uhr mit grillen anzufangen, weil dann noch Sonne da ist, aber die meisten kamen erst Abends, weil sie sich noch ein Rugbyspiel angeguckt haben, oder von anderen transporttechnisch abhängig waren. Das schönste fand ich, wie gemischt alles war. Leute aus Kapstadt, aus Israel, aus Frankreich, aus den USA, aus Holland, aus Deutschland, aus dem Kongo, usw. Später am Abend gab es dann noch Livemusik von Jens, Wilton und Lena. Ich habe Nachmittags Apfelkuchen gebacken und Nachts gegen 1 Uhr mal wieder Pfannkuchen für alle Mann gemacht :-D
Nachdem alle von dem Apfelkuchen so begeistert waren, habe ich ihn Sonntag direkt nochmal gemacht. Ich muss das noch perfektionieren, weil wir hier nur einen kleinen Gasofen haben und die Temperatur schwierig einzuschätzen ist. Man kann das Ding halt nicht mal eben auf 180 Grad stellen, sondern muss raten wie hoch die Flamme sein muss.
Mein nächstes Projekt werden Waffeln glaube ich ... ich habe nämlich im Wandschrank in der Küche ein Waffeleisen gefunden.

Am Sonntag ist Lena mit den anderen früh morgens klettern gegangen, aber das war mir zu früh nach der Party am Samstag. Ich habe dann mit Drew (der bei uns gepennt hat) morgens das Geschirr weggespült, n bißchen was für die Uni gelesen, Apfelkuchen gemacht und entspannt.

Im Augenblick findet an der Uni ein Festival statt, das Ithuba Arts Festival. Heute nach den Vorlesungen haben wir uns die ersten 2 Bands angeguckt ... Die Musik war nicht nach meinem Geschmack, aber die Stimmung war super! Afrikaner sind einfach cooler, wenn es um Partys geht. Viel lockerer und fröhlicher und extrovertierter. Da war ein großer freier Platz, um den die Leute rumstanden und zwischendurch ist dann immer mal wieder einer mitten auf den großen Platz raus und hat einfach losgetanzt und sich von den umherstehenden Leuten dafür feiern lassen :-D Am geilsten waren definitiv zwei alte Putzfrauen, die ganz ungeniert in ihrer Dienstuniform losgelegt haben.

In der Uni geht es im Augenblick thematisch gesehen um die TRC, die Truth and Reconciliation Comission. Wir haben einen Fragebogen bekommen, wie ihn damals die Opfer bekommen haben und sollen den anhand einer Zeugenaussage einer Frau, deren Sohn erschossen wurde, ausfüllen. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Vorlesung weiter entwickelt, denn bisher ging es viel um Organsiatorisches und die Grundlegenden Infos. Also, warum sie einberufen wurde, was ihre Aufgabe war usw.

In Englisch geht es momentan immernoch um Postmodernism und was der Begriff bedeutet, wo man Postmodernism findet, wie sich die Gesellschaft ändert/geändert hat, usw.


Zum Schluss noch ein paar Videos und Bilder vom Roadtrip! Irgendwie weigert sich mein Computer, das Internet, blogspot.com, oder was auch immer gerade Bilder in meinen Blog einzufügen, also kann ich sie nicht direkt mit Kommentaren versehen.

Auf den Videos ist ein wenig Roadtripfeeling und natürlich Landschaft zu sehen und eines unserer kleinen Privatkonzerte.

Die Bilder zeigen unter anderem:

Den Fluss+Wasserfall in Wilderness, wo wir die Kanu-Tour gemacht haben; mich beim Dreaden von Lena's Haaren; den Coffeeshack Backpackers in Coffee Bay, in dem ich mich sehr wohl gefühlt habe; Reza; uns alle bei einer kurzen Essenspause; Robert hinterm Steuer (sieht der nicht typisch Holländisch aus?); den Banana Backpackers (Mehr Asyl als Hostel); Andriques, Wilton und Jens, best Samosas in Durban; unsere Zuflucht nach dem Banana, die Hippo Hide Lodge; ein nicht normaler Truck; Reza again; unser erster Eindruck von Durban; Drew am Pennen; Essen in Colesberg; einer von Colesberg's vielen Schnapsläden, aber mit nem coolen Namen

Montag, 6. September 2010

roadtrip part 4

Das Ende ...

Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich die Natur in diesem Land ist. Von Wüste bis hin zu Gegenden, die wie Schwarzwald aussehen ist alles dabei. Wunderschön! In der Karoo habe ich mich zwischendurch wie in Amerika gefühlt. Endlose schnurgerade Straßen bis zum Horizont und links und rechts NICHTS. Und schlagartig sind überall Berge und Täler und Flüsse ... ohne, dass man den Übergang wirklich realisiert hätte. Auf einem der Berge lag sogar Schnee! Und wir saßen bei 30 Grad im Auto.

Wir sind in Kapstadt angekommen und haben uns entschlossen den Trip bei einem Cocktail ausklingen zu lassen, also sind wir direkt mit alle Mann und Gepäck zum Mojito gefahren und kamen genau pünktlich zur Happy Hour um fünf ;-)

Wir haben den Trip nochmal Revue passieren lassen und eine weitere Runde Kniffel gespielt, was gegessen und natürlich die Happy Hour genutzt. Heike und Aline, unsere Ex-Mitbewohner sind dann auch noch kurz vorbeigekommen und wir haben uns entschlossen noch eine Nacht im alten Haus zu schlafen. Pierrick, der eines unserer neuen Zimmer bewohnt hatte, flog nämlich erst am Sonntag, also hat er am Samstag noch in der neuen Wohnung geschlafen und damit er nicht auf der Couch, sondern in seinem Bett nächtigen konnte, haben Lena und ich nochmal in der alten Wohnung geschlafen.

Ich war ziemlich kaputt und bin recht früh ins Bett und Lena ist noch in die Stadt gefahren und war bis 4 Uhr tanzen.

Am nächsten Tag fand dann der Umzug statt. Es ist unglaublich, wieviele Klamotten Lena mit auf dem Roadtrip hatte ... Ich hatte meinen Treckingrucksack grade eben halb voll und sie hatte Ihren gerammelt voll, plus einen prall gefüllten weiteren Rucksack. Da wurde mir mal wieder kalr, wie verschieden wir beiden sind. Sie muss immer alles planen und auf Nummer sicher gehen, alles unter Kontrolle haben usw. Wie auch immer, in der neuen Wohnung angekommen haben wir erstmal die Zimmerfrage geklärt (Lena hat das Balkonzimmer und ich das größere Zimmer zur anderen Seite) und uns dann mit den Hunden angefreundet. In den Husky habe ich mich direkt verliebt!
Dann wurde das Internet konfiguriert, einkaufen gefahren, noch 2 Dreads gemacht und dann gings ins Bett.


Heute an der Uni haben Lena und ich uns mit einem Studenten aus einem von Lena's Kursen über Xhosa unterhalten, also die Sprache. Sehr interessant, was er so erzählt hat. Er sagte die Sprache würde allgemein als nicht besonders hoch angesehen gelten. Wenn man Xhosa spricht denken die Leute, dass man nicht gebildet ist. Die eigene Sprache wird sogar von den Sprechern boykottiert und gilt als rückschrittig, veraltet, uncool, usw. Nichtmal die xhosasprachigen Fernsehsender halten die Fahne hoch. Jeder zweite Satz ist Englisch und viele Eltern schicken ihre Kinder auf englische Schulen und sprechen auch zu hause Englisch mit ihren Kindern. Er beklagte sich darüber, dass die Sprache langsam aber sicher verloren geht. In den Städten z.B. wird, wenn überhaupt Xhosa gesprochen wird, eine Art Slangvariante gesprochen. Es findet unheimlich viel Codeswitching und Codemixing statt, immer wieder werden englische oder afrikaans Wörter in die Sprache eingebaut. Ein Xhosa, der sein ganzes Leben in der Stadt verbracht hat, hat schon Schwierigkeiten das ursprüngliche Xhosa vom Lande zu verstehen.
Da wir ja jetzt einen Fernseher haben, hat er uns empfohlen uns mal SABC1 anzugucken, was ein Xhosa-Fernsehsender ist.
Ich bin sowieso schon sehr gespannt auf Nachrichten und, wie das Programm hier überhaupt aufgebaut ist.



Samstag, 4. September 2010

roadtrip part 3

Nach den unschönen Erfahrungen im Banana Backpacker, sind wir in die Hippo Hide Lodge umgezogen. Das war sehr schön und ruhig, etwa 6 km vom Banana entfernt, also etwas außerhalb des City Centre.

Nach dem Umzug ging es dann erstmal zum Supermarkt und dann zum Strand. Und der war echt schön! Indischer Ozean halt. Trotzdem war das Wasser für meinen Geschmack zu kalt. Das hat aber Robert Drew und Reza nicht davon abgehalten sich von Jens die ersten Schritte im Wellenreiten erklären zu lassen. Die Surfer, die es richtig raus hatten waren sehr beeindruckend, wie die mit der Natur gespielt haben.

Als es dann langsam dunkel wurde, irgendwann gegen 6 oder so, sind wir zu dem Haus des Freundes gefahren in dem die anderen untergekommen sind. Nachdem die Jungs sich umgezogen hatten, sind wir zu einem Indischen Takeaway gefahren und haben dort Bunny Chow gegessen, was meine bisher leckerste und beste kulinarische Südafrika Erfahrung ist. Bunny Chow ist ein Viertel oder ein halber Weissbrotlaib ausgehöhlt und mit Curry aufgefüllt. Geniale Idee, geht super schnell, weil das Curry ja einfach den ganzen Tag vor sich hin kochen kann, und schmeckt phänomenal! Ich hatte z.B. ein Mixed Vegetable Curry, Wilton ein Beans Curry und Jens ein Mutton Curry.
Nach dem kulinarischen Hochgenuss sind wir alle zusammen Richtung Hippo Hide gefahren und haben dort noch bis 12 oder so zusammengesessen und gequatscht.
Am nächsten Tag sind wir zum Victoria Market gefahren. Das war vielleicht ne Erfahrung! Der Markt ist quasi in Teilmärkte aufgeteilt, also Fishmarket, Meatmarket, Clothingmarket usw. Das abgefahrenste war aber der Witchcraftmarket! Ihr könnt euch nicht a, was die für Kram verkauft haben. Ganz viele komische Mischungen aus Pflanzenteilen und Holzstückchen und Erde, seltsame Tinkturen in dreckigen gläsernen Flachmännern oder halbliter Plastikflaschen, in den wildesten Farben. Am krassesten waren aber die toten Tiere. Schlangenhäute mit den Eiern noch drin, Affenköpfe, Springbockgeweihe, einzelne Beine und andere Gliedmaßen von Tieren, manche mit Hufen, andere mit Krallen, Innereien und was nicht noch alles... total verrückt. So ein Stand für sich alleine betrachtet hätte man auch gut Voodoo auf Haiti zuordnen können. Ich habe vergeblich versucht herauszufinden wofür der ganze Kram eigentlich gut ist, aber leider ohne Erfolg. Viele konnten gar kein Englisch, sondern nur Xhosa und andere haben das Zeug offensichtlich nur verkauft ohne eine Ahnung zu haben wofür es zu gebrauchen ist, oder wollten es einem weißen Touristen nicht erklären. Das war aber egal wie alles sehr eindrucksvoll.
Wir haben auf dem Markt dann noch Zutaten für Curry gekauft und sind nach Hause gefahren, wo wir ne Runde Kniffel gespielt haben. Dann haben die anderen gekocht, während ich Lenas Haare neu eingeteilt habe. Die Dreads waren ihr ja erst zu dünn und dann zu dick, also musste ein Mittelweg gefunden werden, was ich jetzt hoffentlich endlich erreicht habe. Lena ist echt anstrengend, was das angeht. Dreadlocks sind einfach keine einheitliche, perfekte, bis ins letzte planbare Frisur ;-) Ich bin aber zuversichtlich, dass das Aufteilen überstanden ist und ich endlich richtig anfangen kann Dreadlocks zu machen.

Nach dem Curry haben wir noch etwas Konversation betrieben und dann sind wie immer alle außer Drew und mir ins Bett gegangen. Drew und ich haben dann noch bis nachts gequatscht und sind irgendwann gegen 2 oder 3 ins Bett.

Am nächsten Morgen sind wir vom Hippo Hide nach Colesberg aufgebrochen. Leider hatte Drew im Banana Backpacker was vergessen und wir mussten vor der eigentlichen Abreise nochmal dahin, was natürlich Zeit gekostet hat. Wir haben es trotzdem vor Sonnenaufgang nach Colesberg geschafft. Und das war auch eine abgefahrene Erfahrung.
Colesberg liegt im Nirgendwo und ist eine Afrikaaner Stadt am Rande der Karoo (Wüste). Die Stadt besteht quasi nur aus der Hauptstraße und die Perspektivlosigkeit konnte man an den Geschäften ablesen: Glücksspiel, Alkohol und Kreditwesen dominierten. Wir haben im Colesberg Backpacker geschlafen, der vielleicht in den 70ern oder 80ern mal seine Blüte hatte und seitdem mehr oder weniger zu verfallen scheint. Es sah nicht so aus, als ob sich in den letzten 10 Jahren viele Leute dorthin verirrt hätten... eine der Zeitschriften war von 1999 :-)
Das Haus, oder besser Anwesen gehörte einer alten Frau, die uns nach dem Einsammeln der Miete komplett alleine gelassen hat und so hatten wir das gesammte Haus/Grundstück für uns alleine. Das Anwesen hätte unheimlich viel Potenzial ein absolut cooler Backpacker zu sein, wenn er denn irgendwo liegen würde, wo auch tatsächlich Leute durchkommen.
Wir haben dann abends ein Restaurant gesucht und haben dort gegessen. Es war komisch, weil alle uns angeglotzt haben, aber das Essen war gut, wenn auch zuwenig Beilagen dabei waren. Dort im Restaurant haben wir dann auch noch eine Runde gekniffelt unddanach sind wieder alle außer Drew und mir ins Bett gegangen. Nach einiger Zeit sind wir rausgegangen um Sterne zu gucken und sind im Endeffekt bei Nacht durch die Stadt gewandert und schließlich auf einem Friedhof gelandet. Das war ziemlich gruselig, in dieser Stadt scheint einfach alles verfallen und verlassen zu sein.

Dann ging's ins Bett und jetzt sind wir grade auf der N1 Richtung Kapstadt, kurz hinter Beaufort West ;-)

soweit von mir....

Dienstag, 31. August 2010

roadtrip part 2

Wir sind in Durban angekommen! Der erste Backpackers den wir uns angeguckt haben war nicht so toll. Die Bar und der Billardtisch usw. werden um 10 geschlossen, das Personal war nicht freundlich und Lena und ich hatten keinen Handyempfang. Der zweite Versuch war aber leider auch nicht besser. Wir sind jetzt in nem Laden, der echt nicht schön ist und auch nicht wirklich sicher erscheint. Ausserdem holen sich hier Leute halb öffentlich einen runter und zeigen in der Bar ihren kompletten Hintern. Andere wiederum schlafen auf dem Küchenfussboden. Komische Atmosphäre!
Mal sehen, ob wir morgen nochmal umziehen...

Durban an sich, bzw. was wir bisher davon gesehen haben ist ziemlich hässlich und mit Kapstadt nicht zu vergleichen. Morgen geht's an den Strand! Der soll angeblich phänomenal sein.. wir werden sehen.

Heute Abend haben wir Wilton, Jens und Leigh in einem Club am Hafen getroffen. Leider ist die Partykultir hier total anders als bei uns. Hier wird um 8 angefangen und um halb 1 sind nurnoch eine Handvoll Leute auf dem Dancefloor. Um die Uhrzeit gehe ich teilweise zuhause erst los. Ich war also grade in Stimmung gekommen, als die Party eigentlich schon tot war.

Jetzt geh ich ins Bett und hoffe meine Sachen sind morgen noch da ;-)

Gute Nacht!


Montag, 30. August 2010

roadtrip part 1

Also liebe Leute...

wir sind Freitag morgen aufgebrochen und haben es bis nachmittags nach Wilderness geschafft. Dort sind wir im Beach House Backpackers abgestiegen, was echt sehr schön war. Wir hatten einen Raum ganz für uns zum Preis eines Dorms (Mehrbettzimmer), mussten also nicht auf unsere Sachen achten. Abends sind wir ins Blue Olive gegangen, wo es live Gitarrenmusik und für mich Penne Arrabiata. Abends haben wir es ziemlich ruhig angehen lassen, um am nächsten Tag fit zu sein. Wir haben nämlich eine Kanu-Tour gemacht und sind einen Fluss hochgepaddelt und dann zu einem kleinen Wasserfall gewandert, wo wir gepicknickt haben. Nachmittags sind wir dann wieder aufgebrochen und bis Jeffreys Bay gefahren.
Man muss sehr aufpassen beim Fahren und sich konzentrieren, weil dauernd Ziegen, Schafe, Kühe, oder Gänse unangekündigt über die Straße laufen. Gestern haben Lena und Robert am Straßenrand eine Giraffe gesehen, leider hab ich geschlafen und als wir umgedreht und zurückgefahren sind, war sie nicht mehr da. Aber Warzenschweine haben wir am Straßenrand auch gesehen.

In Jeffreys Bay sind wir Abends angekommen, kurz bevor es dunkel wurde und im Ubuntu Backpackers abgestiegen. Ein sehr schöner Backpackers im Surf Stil. Abends habe ich dann ein Rinder Lendenfillet für 8 Euro gegessen, was ziemlich gut war und wir haben unsere Reise weiter geplant. Wir haben lange gebraucht um dann zu dem Schluss zu kommen, dass wir das am nächsten Tag entscheiden, wenn es soweit ist und abhängig davon, wonach uns grade ist :-) Dann ging's wieder zum Ubuntu. Dort hab ich mit Drew noch bis 2 oder 3 Uhr gequatscht und Billard gespielt, das war super. Drew mag ich echt voll gerne. Morgens sind wir dann schon um 6 Uhr aufgestanden und um 7 in Richtung Coffee Bay losgefahren. Lena ist die erste Schicht gefahren und ich die zweite. In East London haben wir Zwischenstop gemacht und was gegessen. Am Ende mussten wir von der Autobahn runter und Richtung Küste fahren. Ich bin noch nie auf so schlechten Straßen gefahren ... ein Schlagloch nach dem nächsten. Das schlimmste war, dass es schon dunkel war und ich weite Teile der Strecke nicht schneller als 40 fahren konnte. Die Straße war so mies, dass wir eine Radkappe verloren haben, aber wir sind heile angekommen ;-) Abgestiegen sind wir im Coffee Shack Backpackers. Wuuunderschön! Dort haben wir 2 Nächte geschlafen, um wenigstens mal einen Tag Urlaub zwischen der ganzen Fahrerei zu haben. Ich hab zwei voll nette Israelis kennengelernt, Boaz und Dan. Beide sind grade mit der Armee fertig und reisen jetzt für 8 Monate durch Afrika. Nächstes Wochenende treffen wir sie in Kapstadt wieder! Gestern Abend habe ich angefangen Lena Dreadlocks zu machen. Bisher sind es 3 Stück, von denen sie eine zu dünn findet und zwei zu dick, wir müssen also die richtige Dicke finden. Ich wollte heute Morgen garnicht weg, aber irgendwann wollen wir ja mal in Durban ankommen. Soweit von mir. Ich sitze grade im Auto und Lena fährt uns wieder Richtung Autobahn. Irgendwann, in 8 oder 9 Stunden werden wir dann hoffentlich in Durban ankommen.

Lieben Gruß,
Lukas

Mittwoch, 25. August 2010

Turbulenzen

Hi Leute,

die Vorfreude auf den Trip nach Durban steigt! ;-) In der Zwischenzeit ist aber an der Uni einiges passiert ... Als ich am Montag in der Bibliothek war, hörte ich auf einmal laute Stimmen und Gesänge. Ich stand also auf, ging in Richtung Innenhof (die Bib ist entlang einem zentralen "Treppenhaus" organisiert, dass sich spiralförmig nach oben schraubt. Alle paar meter geht dann eine Sektion der Bib von diesem Spiral-Treppenhaus ab.) und schaute hinab. Und was sag ich? Vielleicht 50 bis maximal 100 Studenten tanzten und riefen und sangen, schmissen Ständer mit Broschüren und Mülleimer um und verbreiteten eine Stimmung, die irgendwo zwischen ausgelassener Party, Protestkundgebung, Flashmob und Aufruhr lag. Ich hab ein kurzes Video gemacht, damit ihr einen Eindruck bekommt. Offensichtlich ist es nachdem ich dann gegangen war noch ziemlich eskaliert. Die Studenten haben die Zugänge zum Campus blockiert und weder jemanden rein, noch raus gelassen. Daraufhin kam dann die Polizei mit Tränengas und Gummigeschossen zum Einsatz :-(  Es geht wohl darum, dass das Amt, oder die Organisation, die dafür da ist Finanzhilfe für Studenten zu leisten pleite gegangen ist und jetzt in der Folge viele Studenten kein Geld mehr haben, um ihre Wohnung, ihr Essen, ihre Bücher usw. zu bezahlen. Obwohl sie seit Monaten darauf hinweisen und Briefe usw. an die entsprechenden Stellen geschrieben haben, ist nichts passiert um ihnen zu helfen, oder sie zu unterstützen. Nun bleibt ihnen offensichtlich kein Ausweg ... leider läuft die Art und Weise, wie sie sich Gehör verschaffen wohl nicht ganz ohne Gewalt und Vandalismus ab.


Ansonsten ... Lena ist im Augenblick krank und übergibt sich mehrmals am Tag, aber hoffentlich ist das bis Freitag vorbei. Das Essen bei Nabeel heute Abend fällt leider aus und ist auf Samstag verschoben, wo ich aber (leider) auf dem Weg nach Durban bin. Ich hoffe mal, dass ich trotzdem im Laufe der Zeit noch in den Genuß komme ;-)

Das Auto ist repariert, Steve hat es uns gestern Nachmittag wieder vorbeigebracht. Die ganze Aktion hat uns etwa 100 € gekostet. 

Ich denke mal morgen werden wir hier bei Adam unsere Sachen packen und schonmal bei Lucia im neuen Haus abladen, da wir natürlich nicht alles mit nach Durban nehmen. Wahrscheinlich werde ich dann auch die Kaution zahlen müssen (300 €). Ich hoffe, dass ich den beiden Hunden im Laufe der Zeit näher komme ... irgendwie vermisse ich eine "tierische Komponente" ;-) 

tja .. ansonsten fällt mir grad nix ein. Fragen?


Lieben Gruß,

Lukas

Sonntag, 22. August 2010

Endlich ne neue Bleibe

Wie die Überschrift ja schon verrät, haben Lena und ich endlich eine neue Wohnung gefunden. Eigentlich wollten wir uns ja finanziell verbessern, aber für 2 Leute ist das Angebot so dermaßen begrenzt, dass wir jetzt das nehmen mussten, was wir angeboten bekommen haben.

Es ist wieder ein sogenanntes shared house, dass wir uns mit noch 2 anderen Teilen. Der eine ist Franzose und heisst Jan und der andere ist Südafrikaner und heißt Hermie oder so ähnlich. Beide sind begeisterte Kletterer und Lena und ich werden dann wohl auch mal des öfteren in den Genuß kommen ;-) Was ich von den beiden halten soll weiß ich noch nicht so recht ... die sind nciht unfreundlich oder so, aber dem ersten Eindruck nach zu urteilen habe ich nicht das Gefühl, dass wir unbedingt auf einer Wellenlänge liegen.

Unsere Vermieterin heißt Lucia und wohnt mit ihrem Freund und ihren 2 Hunden unter uns. Das Haus hat einen richtigen Garten, sprich mit Rasenfläche und Pflanzen usw., einen Balkon mit tollem Ausblick und eine Ipod Dockingstation in der Küche :-D Ein weiteres Plus ist, dass das Internet in der Miete mit inbegriffen ist. Wo ich im Moment wohne gebe ich locker über 60 Euro im Monat für Internet aus und das, obwohl ich mich sehr zurückhalte und es nur zum Skypen oder für die Uni nutze. Im neuen Haus haben wir dann eine "Flatrate". Ich setze das bewusst in Anführungszeichen, weil es keine wirkliche Flatrate ist. Man hat zwar immer Internet, aber wenn man eine bestimmte Datenmenge überschreitet wird die Geschwindigkeit für den Rest des Monats massiv gedrosselt. Leider habe ich noch keine Ahnung, wo diese Grenze liegt.

Eines der Zimmer ist richtig schön hell, mit direktem Zugang zum Balkon, aber das andere Zimmer ist ziemlich dunkel und haut mich nicht so vom Hocker. Ich denke mal wir werden dann irgendwann die Zimmer untereinander tauschen, damit jeder von uns es mal schön hat.

Achja, was auch noch richtig cool ist an der Wohnung: Es wird mit Gas gekocht! Ich liebe Gasherde ;-) Außerdem gibt es ein großes Wohnzimmer mit Kamin, was auch total toll ist.


Das war's erstmal zur Wohnsituation. Ich habe grade ein wenig an meinem zweiten Essay geschrieben, werde jetzt was Essen, dann noch ne Stunde zu Allen rübergehen und dann kommen um 8 Drew und Robert vorbei, um den Trip nach Durban zu planen.


See ya guys ...

Samstag, 21. August 2010

erste Vorbereitungen ...

Hallo!

Wir ihr euch vielleicht noch erinnert, hat unser Auto seit dem Kauf ein kleines Wehwehchen an der Radaufhängung und Adam hatte uns geraten das vor einer größeren Reise reparieren zu lassen. Da wir ja nun den Roadtrip nach Durban vor uns haben, haben wir uns entschlossen das in Angriff zu nehmen, anstatt zu riskieren irgendwo zwischen Kapstadt und Durban liegen zu bleiben.

Heute war dann jemand bei uns, der sich das ganze angeguckt hat, Steven. Er ist eigentlich der Fahrer des sogenannten Boogie-Buses. Den Boogie-Bus kann man samt Fahrer (Steven) mieten, um damit mit mehreren Personen, maximal 14, von A nach B zu kommen. Quasi ein Großraum-Party-Taxi. Nunja, besagter Steven hat auf jeden Fall Ahnung von Mercedes (wie ist denn da der Plural?) und holt unser Auto am Dienstag ab, um es zu reparieren und das kaputte Verschleißteil (tyre rod end) zu ersetzen. Außerdem wird er uns ein paar nützliche Tipps geben, worauf wir achten müssen. Er sagte z.B. schon, dass die Wasser- und die Ölpumpe bei Mercedes wohl häufiger Probleme macht, aber dass wir das ganz einfach selber überprüfen könnten, ohne auf eine Tankstelle oder Werkstatt angewiesen zu sein. Kosten wird das ganze vermutlich etwa 100 Euro ... bis jetzt. Ich hätte nie gedacht, dass das Leben hier so teuer ist.

Heute Abend entscheidet sich, ob wir ne neue Wohnung haben, drückt uns die Daumen.


Soweit von mir ... lieben Gruß,

Lukas


PS: lasst mal was von euch hören ... ;-)

Freitag, 20. August 2010

good news!

Hello everybody!


Wie bereits gesagt habe ich mein Theater Review abgegeben und bisher schon positive Rückmeldung dafür erhalten. Ein gutes Gefühl ;-) Nun wartet noch das andere Essay über Chinua Achebe und dann folgt Freitag morgen ein Roadtrip nach Durban mit dem ich mich selbst belohne. Jens, Wilton, Leigh und Andriques fliegen am Donnerstag nach Durban und Lena und ich haben uns entschlossen mit dem Auto an der Küste entlang zu fahren und die Jungs dort zu treffen. Bisher fahren wir mit Drew, Lena und mir. Da freue ich mich schon sehr drauf. Quasi das erste Mal wirklich Urlaub für eine Woche. Das ist die Zeitspanne zwischen den beiden Semesterabschnitten (Das Semester ist nochmal in 2 Terms aufgeteilt).

Ansonsten werde ich mich wohl irgendwann in der Woche nochmal mit Alan zum Musik austauschen treffen.

Liebe Grüße und passt auf euch auf ;-)

Lukas

Mittwoch, 18. August 2010

unglaublich!

es ist nicht zu fassen, Internet an der Uni funktioniert immer noch nicht! Nach anderthalb Monaten...! Das ist ein dermaßen inkompetenter Haufen... ich bin angeblich im System, aber der Account ist aus irgendeinem Grund nicht aktiviert. Das beste ist: es gibt angeblich nur eine Person, die mir weiterhelfen kann und die ist natürlich nicht da! unfassbar... wie die hier überhaupt arbeiten und alles am laufen halten können ist mir ein absolutes Rätsel.

Nachtrag: nachdem ich nochmal da gewesen bin, weil es hieß die entsprechende Person sei später wieder da, musste ich erfahren, dass sie zwar da ist, aber das System komplett abgestürzt ist und sie mir deshalb auch nicht helfen kann ...


Noch ein Nachtrag: Ich bin total glücklich endlich diese vergleichende Theaterkritik fertig geschrieben zu haben!

Samstag, 14. August 2010

Arbeit, Arbeit, Arbeit ...

so, nachdem ich jetzt die letzten 8 Stunden mit Essay schreiben und Lektüre lesen verbracht habe bin ich ziemlich kaputt. Die anderen sind alle zu irgendwelchen Braais gefahren. Es gibt nichts dooferes, als der einzige zu sein der was tut und der arbeitet und alle anderen amüsieren sich. Um mich für den Arbeitsaufwand zu entschädigen werde ich mir was zu essen machen und ein Bad nehmen. Ja, richtig gehört ... ein Bad nehmen :-D
Da ich seit geraumer Zeit nicht mehr in den Genuss eines Bades gekommen bin, weil ich einfach in meinen Wohnungen keine Badewanne hatte, freue ich mich jetzt richtig drauf.

Achja, demnächst werde ich von Nabeel zu einem Ramadan-Essen eingeladen, worauf ich auch schon sehr gespannt bin.

Ich wünsch euch was, ich bin total müde und geh jetzt mein Bad genießen!

Lieben Gruß,
Lukas

Donnerstag, 12. August 2010

tja ...

das mit dem Daumen drücken hat wohl nicht ganz geklappt, ich lag die ganze Woche bis Dienstag flach und habe nichts auf die Reihe bekommen. Bis Montag bzw. spätestens Mittwoch muss ich einen 6-seitigen comparative theatre review essay schreiben und bis zum 25.8. einen 10-seitigen Essay über ein Buch, dass ich derzeit lese (Arrow of God). Theoretisch müsste ich, ebenfalls bis zum 25.8., für einen anderen Kurs noch 2 Bücher lesen, 2 Interviews durchführen und ein 10-seitiges Essay schreiben, aber das wird wohl praktisch nicht machbar sein. Immerhin muss ich zwischendurch auch noch ne Wohnung finden, was sich weiterhin als schwierig erweist und den üblichen Uni-Kram machen. Heißt also Artikel lesen, Essays schreiben, Hausaufgaben machen usw.

Ich weiß beim besten Willen nicht, wie ich das noch schaffen soll und habe gedanklich schon fast damit abgeschlossen :-( In dem einen Kurs, für den ich gerade "Arrow of God" lese, wird erwartet, dass ich vor dem eigentlichen Kursbeginn SIEBEN Bücher gelesen habe. Da ich das leider vorher nicht gewusst habe, weil ich die entsprechenden Unterlagen der Universität nicht hatte und es mir keiner gesagt hat, hätte ich jetzt in 2 1/2 Monaten fünf Bücher lesen müssen, was ganz einfach nicht möglich ist/war. Ich tue was ich kann um irgendwie hinterher zu kommen. 

Tja, soviel zu meinen wenig erfreulichen Uni-Erfahrungen... 

Samstag, 7. August 2010

immernoch krank ..

tja, ich hab mir gedacht ich lass es mal ruhig angehen und versuche gesund zu werden, deshalb lieg ich noch im Bett und die anderen sind in die winelands gefahren. Lena meinte ich sollte mitkommen, weil ich im Bett bestimmt nicht gesund werden würde ... diese Logik will mir aber nicht so recht einleuchten ;-)
ich werde versuchen viel zu schlafen, das ist denke ich sinnvoller, als ne Weinprobe zu machen.

Donnerstag, 5. August 2010

krank

Wie die Überschrift schon sagt, mich hat's erwischt. Nase sitzt zu, linkes Ohr ist taub, Kopfschmerzen, Husten usw. Eine meiner Professorinnen hat mir zu Rooibos Tee mit Honig und Ingwer geraten, das werd ich heute mal ausprobieren. Drückt mir die Daumen, dass ich schnell wieder fit werde. Ich kann es mir nämlich im Augenblick nicht leisten krank zu sein ...

lieben Gruß,
Lukas

Mittwoch, 4. August 2010

mal wieder ein Lebenszeichen ..

Hello everybody ...

Nu hab ich ja schon wieder lange Zeit nix von mir hören lassen ... also, was gibts neues:
Die Versicherung hat uns informiert, dass sie den Schaden an unserem Auto nicht übernehmen wird, weil wir keine "full cover" haben. Sie besitzen sogar die Frechheit nun zu prüfen, ob wir an dem Unfall Schuld sind und sie den Schaden am Fahrzeug des eigentlichen Unfallverursachers übernehmen, der übrigens seit 2007 polizeilich gesucht wird, weil er einen Fußgänger überfahren hat. Soviel dazu ... alles was mit Organisation und Behörden/Institutionen zu tun hat ist der absolute Horror. Die Sachbearbeiterin bei der Versicherung hat es eine Woche lang nicht hinbekommen mir die Fragen in meinen Mails zu beantworten und hat stattdessen behauptet sie wäre jetzt dreimal durch unseren Mail-Verkehr gegangen und hätte keine Fragen finden können.
Naja, ich bin mal gespannt, was das noch wird. Lena und ich haben auf jeden Fall eine Zeichnung des Unfalls, eine Beschreibung des Unfalls, die Daten des Verursachers, die Fallnummer bei der Polizei usw. zur Versicherung gefaxt und sind jetzt mal gespannt, was noch folgt.

In Bezug auf die Uni ist es im Augenblick sehr stressig ... Ich hatte jetzt meinen ersten Test, zu dem mir gesagt wurde: lies "Foe" von J. M. Coetzee. Das hab ich dann auch getan, leider verlangte der Test einen Vergleich zwischen der Darstellung von Friday bei "Robinson Crusoe" mit der Darstellung von Friday bei "Foe", was sich dann als schwierig gestaltete, da ich Robinson Crusoe nicht gelesen hatte.

Letzte Woche haben wir innerhalb von 3 Werktagen FÜNF Theaterstücke gesehen und sollen jetzt ein vergleichendes 6-seitiges Review über mindestens 2 der Stücke schreiben. Zusätzlich muss ich in einem anderen Kurs noch 2 Bücher lesen, darunter Arrow of God von Chinua Achebe. Außerdem muss ich jede Woche 2 Essays abgeben und es wird erwartet, dass man pro Kurs und Woche etwa 50 Seiten liest. Abgesehen davon muss ich in einem anderen Kurs (Making of the South African City) auch noch 2 Bücher lesen und sogar Interviews machen, um eine Grundlage für mein Essay zu haben. Im Augenblick fühle ich mich etwas überfordert von allem und weiß nicht so recht, wie das alles funktionieren soll. Immerhin kämpfe ich mit der Versicherung, werd grade krank, muss zu irgendwelchen Wohnungsbesichtigungen usw. Und leben will man ja zwischendurch auch noch. Es ist nicht einfach das alles unter einen Hut zu bekommen.

Ich freue mich übrigens über konkrete Fragen eurerseits, weil ich immer nicht so recht weiß, was ich schreiben soll ...

Gruß aus Kapstadt,

Lukas

Montag, 26. Juli 2010

das Konzert, die Verabschiedung und der Unfall ...

Aloha Allerseits!


nachdem ich grade eine Stunde lang geschrieben habe und mein Blogeintrag sich dann in Luft aufgelöst hat, hier nur die basics:

Konzert war super!

Nadine ist wieder in Amerika und ich habe im Wakame das beste Huhn meines Lebens gegessen.

Wir hatten einen unverschuldeten Autounfall, uns gehts gut, dem Auto eigentlich auch.

Wir müssen bis zum 06.08.10 ausziehen und sind deshalb gezwungen uns ne neue Bleibe zu suchen, was sich als nicht ganz einfach gestaltet. Drückt uns die Daumen.


Auf etwaige Fragen antworte ich gerne, ich hab nur jetzt keine Lust nochmal ne Stunde zu schreiben.

Lieben Gruß,

Lukas

Freitag, 23. Juli 2010

die Neuen, mein Finger + die Säge und das Theater ...

Hallo Leute ...

Mittwoch sind wir nach der Uni mit Robert an den Strand gefahren. Es war herrlich ... 25 Grad und strahlender Sonnenschein. Wir sind so weit gefahren, dass wir einen ganz kleinen Strand quasi für uns hatten und haben uns von den großen Touristenstränden ferngehalten. Lena hat etwas Gitarre geübt und wir haben alle ein wenig gesungen ;-). Nachher ging es dann mit Robert zu uns nach Hause, wo wir mit Nadine und Nabeel zusammen Pizza gemacht haben. Die beiden sind dann um 6 Uhr morgens zu einem Roadtrip aufgebrochen. Eigentlich wollten die beiden unbedingt, dass ich auch mitkomme, aber ich konnte leider nicht, wegen Uni usw.

Achja, um der Überschrift gerecht zu werden: Ich Idiot habe mir in den Finger gesägt ... Ich wollte mein Multitool ölen, bin abgerutscht und schon war ein Stück Fleisch weg. Die Wunde ist relativ tief glaube ich, aber die Säge war so scharf, dass es nicht weh getan hat ;-) Ich bin dann ins Bad, habe die Wunde ausgewaschen, desinfiziert und dann stramm mit einem Pflaster umwickelt. Anschließend habe ich ihn ca. eine Stunde lang hochgehalten, weil ich im Kopf hatte, dass es dann eher aufhört zu bluten. Ich hoffe mal, dass das jetzt irgendwie  einfach wieder zuwächst. Ich muss den Finger auf jeden Fall ziemlich steif halten, weil die Wunde wieder aufreißt, wenn ich ihn knicke ...

 

Am Donnerstag sind 2 neue Mädels angekommen, von denen eine nur 2 Wochen bleibt, die andere 4 Monate. Ich weiß noch, dass die eine von beiden Janna heißt. Ich und mein Namensgedächtnis ... ich brauch immer ein paar Tage regelmäßigen Kontakt, um mir Namen merken zu können :-) Die, deren Namen ich vergessen habe macht hier ihr Jura-Referat. Bisher habe ich beide als nett und umgänglich erlebt.
In der Uni hätte ich eigentlich einen Vortrag über Total Theatre halten müssen, aber die Vorlesung hat sich so lange hingezogen, dass ich schon zur nächsten musste, ehe ich an der Reihe war mit vortragen. Also muss ich es dann nächste Woche machen.
Später war dann noch Theater angesagt und als Lena und ich da ankamen, kam ich mir schon ein wenig underdressed vor, aber das legte sich zum Glück, als ich den Rest der Truppe gesehen habe. Das ist total toll, alle Leute, die wir bis jetzt an der Uni kennengelernt haben und als unsere Freunde bezeichnen auch in dem Kurs sind. Der andere Deutsche Austauschstudent, Wilton, Aden, Leigh, Andriques ... sehr cool.
Das Stück war sehr witzig die meiste Zeit über ... es wurde viel mit Sprache gespielt, was mir gut gefallen hat. Es gab nur zwei Schauspieler, aber die waren richtig richtig gut! Es ging um eine Englischlehrerin in Paris und einen ihrer Schüler aus dem Kongo und, deren Beziehung zueinander. Im Laufe des Stücks kam dann heraus, dass die Englischlehrerin ihren Bruder begehrt und das auf ihren Schüler projeziert. Das Ende war sehr abrupt, was mich etwas verstört hat. Ich war, wie man auf Englisch so schön sagen kann: puzzled :-D

Nach dem Theater sind wir mit Jens zusammen noch zu einem der Norwegischen Mädels gefahren, dass Geburtstag hatte. Dort angekommen haben wir etwas getrunken und sind später dann in die Stadt zur Longstreet gefahren um ein wenig tanzen zu gehen. Leider Gottes sind wir dann im Dubliner gelandet ... jede Irische Franchise-Kneipe ist irgendwie die selbe, egal, wo man sich befindet. Später sind wir dann noch nach gegenüber ins Fiction gegangen, wo mal wieder Drum and Bass lief. Leider hat der Laden dann ne Stunde später dicht gemacht und es ging nach Hause. So gegen 5 Uhr morgens waren wir dann im Bett ...

Heute (Freitag) geht es auf das Konzert von Aden, Wilton, Leigh und Andriques nach Observatory, ins R.O.A.R. 


Zum Schluss noch ein paar Bilder ...


Wilton (links), ich und Leigh (rechts) in der Uni beim Warten auf Lena und ihren Stundenplan ;-)

Blick die Straße runter von unserem Haus aus ...

 Blick von unserer Terasse

Ich beim Pfannkuchen machen und Robert, Nadine und Nabeel beim Essen ;-)


Ich in unserem Hinterhof, Garten kann man es nicht nennen


Unser Auto und ich ...

Dienstag, 20. Juli 2010

was heute war ...

heute (Dienstag) bin ich mit Lena zum Civic Centre gefahren, um unser Auto auf uns umzumelden. Ich möchte dort definitiv kein Beamter sein ... es gibt keine Büros oder so, sondern eher kleine Kästen mit einer Glasscheibe davor. Auch die Farbgebung war eher fragwürdig mit PVC-Noppenbelag in dunkelgrau als Fußboden und rosé- und lachsfarbenen Marmorimitaten an den Wänden. Es war sehr schwierig die Dame hinter der Glasscheibe zu verstehen, weil die Scheibe keinerlei Löcher oder ähnliches besaß. Stattdessen gab es Löcher in der Scheibe zum Nachbar"büro" :-D Ich hatte Glück, dass ich noch 2 Passbilder hatte, denn Chris hat uns erzählt, dass als er seine Traffic Registration Number beantragt hat und nur 1 Passbild dabei hatte, sich herausgestellt hat, dass es nirgendwo in der Nähe die Möglichkeit gibt welche zu machen. Er musste bis zum Bahnhof laufen und dort war ein alter Mann mit einem Fotoapparat. Chris musste sich dann vor eine weiße Mauer stellen und das Foto wurde gemacht.
Die Hauptsache ist, dass wir jetzt im System erfasst sind und die ganzen Formalitäten abgeschlossen haben. Jetzt müssen wir nurnoch die Radaufhängungsgeschichte reparieren lassen und hoffen, dass das wirklich alles ist.

Lena ist dann mittags zum Strand gefahren und ich musste leider Zuhause bleiben, weil ich auf die Email-Klausur aus Dortmund warten musste, die dann Nachmittags auch tatsächlich ankam. Es war ziemlich stressig, weil dauernd irgendwas war ... Lukas wollte Einkaufen gefahren werden, Nadine kam rein und wollte quatschen, Alan stand vor der Tür, Henny hat mich angeskypt und Chris wollte Promotion-CDs gebrannt haben, die er dann heute in irgendeinem House-Club abgegeben hat (Er ist Hobby-Radio-DJ und will hier in Kapstadt mal auflegen). Nun hab ich das auch hinter mir.

Abends hat Lena Nudeln gemacht und ich habe die entsprechenden Sachen gespült. Die Wohnung ist echt nicht ausgelegt für 5 oder 6 Leute. Es gibt in der Küche im Augenblick kein heißes Wasser, der Stopfen im Spülkasten der Toilette schließt nicht richtig, es gibt nur ein Badezimmer und nur eine funktionierende Toilette und nur einen Kühlschrank, der funktioniert. Außerdem ist der Safe kaputt und es gibt leider keine Gelegenheit in der Küche mit allen gemeinsam zu essen. So etwas wie einen Aufenthaltsraum gibt es leider auch nicht, so dass immer einer sein Zimmer opfern muss. Im Augenblick ist zum Glück eines der großen Zimmer nicht belegt und wir können das als Aufenthaltsraum nutzen. Außerdem sind wohl viele Leute abgereist, ohne Adam über Mängel oder Ähnliches aufzuklären. So war es z.B. neu für ihn, dass der eine Kühlschrank defekt ist, der Spülkasten der Toilette defekt ist, die Pfannen total verbeult waren usw. Achja, was auch doof ist ist, dass es meiner Meinung nach viel zu wenig Geschirr und Besteck für alle gibt. Immerhin funktioniert der Festnetzanschluss wieder und Adam hat sich ein paar der Sachen schon angenommen. Er ist echt ein netter Kerl. Er ist aber auch clever und weiß, wie Geld zu machen ist, hat überall seine Finger drin. Seine Webseite z.B. sieht auf jeden Fall besser aus, als die Realität ;-) Nichts desto trotz ist er echt nett und hat uns bisher geholfen, wo er konnte.

Später am Abend wurde noch 'ne halbe Stunde UNO gespielt . Nun gehts ins Bett, morgen ist wieder um halb 10 Uni ;-)


Montag, 19. Juli 2010

Der Nachbar ...

Also ...

wärend Lena und Robert gestern auf den Tafelberg geklettert sind, habe ich mal bei Alan vorbeigeguckt. Als ich grade ankam war er grade mit Jason (seinem Sohn?) auf dem Weg zu einem Indischen Fastfood Restaurant und hat mir angeboten doch einfach mitzukommen. Gesagt, getan :-) Wir waren also lecker Indisch essen, ich hatte Peas, Mince & Potatoe Curry, und danach sind wir dann wieder zu Alan nach Hause gefahren. Ob Jason sein Sohn ist, oder einfach ein Freund, der bei ihm wohnt, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist er irgendwie etwas langsam. Er spricht nur sehr langsam, hat ein Gedächtnis wie ein Sieb und ist zwischendurch eingeschlafen. Von den Symptomen her könnte es vielleicht Malaria sein oder sowas, keine Ahnung.

Bei Alan angekommen haben wir den Kamin angemacht und er hat mir ein wenig afrikanische Musik gezeigt. Vieles ist aus den 60ern und 70ern aus dem Kongo, oder aus Senegal und lässt sich echt gut anhören. Was Reggae betrifft habe ich definitiv mehr Musik als Alan und er ist ganz wild darauf Musik von mir zu kopieren, nachdem ich ihm ein wenig von meiner Sammlung erzählt habe ;-) Ich freue mich auf jeden Fall auf den musikalischen Austausch. Wir haben also dann von vielleicht Nachmittags um 5 bis etwa halb 11 Abends Musik gehört und uns unterhalten. Er ist echt ein netter Zeitgenosse und kennt so einige Leute, die ich auch gerne kennen würde/gekannt hätte. Er war z.B. schonmal mit der Enkelin von Haile Selassi essen und hat auf Jamaika viele Reggae Artists kennengelernt. Unter anderem sagt er, dass er Toots von Toots and The Maytals seinen Freund nennt. Ein anderer Freund von ihm, der mittlerweile auch in Kapstadt wohnt hat früher eines der bekannteren Reggae Plattenstudios geleitet. Wir hatten eine Menge zu reden :-)

So gegen halb 11 bin ich dann wieder rüber gegangen, hab mich noch ein wenig mit Lena über ihre Tafelberg Erfahrung unterhalten und dann gings ins Bett.

Sonntag, 18. Juli 2010

Das Auto, die Uni und das Wochenende ...

Hallo allerseits ... hab ja schon längere Zeit nix mehr von mir hören lassen, hier also ein update:

Dienstag kam Adam mit dem Auto vorbei und hat uns abgeholt. Wir sind dann zu ihm gefahren um dort den Papierkram zu regeln und hatten so Gelegenheit uns mal einen südafrikanischen Vorort anzugucken. Es erinnert ein bißchen an einen amerikanischen Vorort aus dem Fernsehen, nur mit mehr Mauern und Stacheldraht und Alarmanlagen.

Was die Radaufhängung des Autos betrifft, so war es zum Glück nur ein Verschleißteil, dass man laut Adam für 50 Euro auswechseln kann. Und es eilt damit auch nicht. Adam sagte wir müssten das nur unbedingt auswechseln, wenn wir nicht mehr nur in Kapstadt herumfahren, sondern z.B. über die Grenze nach Namibia oder so wollen, wo die Straßen weniger gut befestigt sind. Adam hat uns übrigens versichert, dass wenn er es sich im Moment leisten könnte, er das Auto gekauft hätte. Er hat nämlich einige Autos, um die an seine Gäste zu vermieten.

Nachdem wir den Papierkram und so hinter uns hatten, haben wir uns auf den Rückweg begeben und wieder einmal hätten wir wohl ohne mein iPhone einige Schwierigkeiten gehabt vor Einbruch der Dunkelheit unseren Weg nach Hause zu finden ;-)

Wir haben die frisch gewonnene Mobilität dann direkt genutzt, um Drew zu uns einzuladen und später wieder nach Hause (Mowbray) zu fahren. 

Am Mittwoch war wieder Uni und es ist ziemlich Krass, was da pro Kurs von einem erwartet wird. Wie sich jetzt herausgestellt hat, haben die anderen Studenten wohl schon in ihren Semesterferien Literatur für die jeweiligen Kurse gelesen. Das verunsichert mich ein bißchen, weil ich nicht wirklich weiß, wie ich das jetzt während des laufenden Semesters noch nachholen soll. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Die Dozenten meinten ich sollte mir keine Sorgen machen und einfach anfangen zu lesen....

Donnerstag fand dann das erste Mal der "Topics in World Theatre" Kurs statt. Die Dozentin ist eine ausgewanderte Deutsche namens Mikki und total nett. In den nächsten Wochen werden wir mehrere Exkursionen ins Theater machen und uns diverse Stücke angucken. Als erstes sehen wir am Donnerstag glaube ich "The girl in the yellow dress" im Baxter Theatre. Danach ein Stück namens "Karoo Moose" und das dritte weiß ich gerade nicht. Am Ende des Kurses wird irgendwie erwartet, dass wir als Gruppe selber ein Theaterstück auf die Beine stellen, also inklusive allem. Bühnenbild, Technik, Darsteller, Drehbuch usw.

Total toll ist, dass ein paar der Leute, die wir auf dem Campus kennengelert haben auch in dem Kurs sind. Ihre Namen sind Wilton, Aden, Andriques und Lee. Die 4 bilden eine Band mit dem Namen "Fingers in the Sky" und haben einen Auftritt nächste Woche Freitag, den wir uns angucken wollen. (Auch, wenn es wahrscheinlich eher weniger meine bevorzugte Musikrichtung ist, sondern mehr rockig.)

Am Donnerstag Abend war ich dann spontan mit Nadine und Nabeel unterwegs. Eine Freundin von Nadine wurde 21 und wir waren erst im Buena Vista Social Café etwas essen und dann im Fiction auf einer Drum and Bass party, wo ich dann 4 Amerikaner kennengelernt habe, die mir alle eine Couch angeboten haben, sollte ich mal in den Staaten sein ;-) Es war sehr cool und so gegen halb 4 wurden wir rausgeworfen, weil der Laden zugemacht hat. Dementsprechend spät war ich im Bett. Zum Glück war das ziemlich egal, weil am Freitag eh nichts stattfand. Lena hat sich offensichtlich erkältet und lag den ganzen Tag im Bett und auch sonst war das Wetter so bescheiden, dass niemand wirklich aus dem Bett gekommen ist. Wenn den ganzen Tag keine Sonne scheint und es dementsprechend dunkel ist den ganzen Tag, macht das irgendwie schlechte Laune.

Abends sind wir mit alle Mann (Nadine, Christoph, Nabeel, Lena und ich) in ein Café gefahren, wo man Brettspiele spielen kann und währenddessen Kakao trinken, oder Kuchen essen, oder was man sonst so in einem Café macht. Allerdings war die Auswahl eher begrenzt ... es gab nur 2 Spiele, Monopoly und 30 Seconds. Wir haben dann 30 Seconds gespielt, was ein wenig schwierig war, weil man seinem Team Begriffe erklären musste, die dann erraten werden mussten. Leider war es die Südafrikanische Variante des Spiels und wenn man mehr als 2 Begriffe kannte konnte man schon froh sein :-) Danach sind wir dann in die "Zula Bar" gefahren und haben uns dort eine Südafrikanische Band angesehen (Hot Water), die zwar ganz schöne Musik gemacht hat, aber leider nicht unbedingt so, dass ich Lust gehabt hätte dazu zu tanzen.

Gestern, also am Samstag, sind Lena, Robert und ich an der Küste entlang nach Boulders Beach gefahren, um uns ein paar Pinguine anzugucken. Abgesehen von der schönen Gegend waren die Pinguine sehr witzig zu beobachten ;-)  einer hat sich direkt vor unserer Nase ein Nest gebaut. Auf dem Rückweg haben wir sogar einmal kurz einen Wal gesehen, allerdings sehr weit weg und auch nur deshalb, weil er Luft aus seinem Loch auf dem Rücken ausgeatmet hat und man den sogenannten "Blas" sehen konnte.

Zuhause angekommen habe ich Pfannluchen für 6 Leute gemacht und danach haben wir bis 2 Uhr UNO gespielt. Es  ist echt erstaunlich, wieviel Spass dieses Spiel machen kann :-D

Was heute (Sonntag) anliegt weiß ich noch nicht genau ... Lena ist mit Robert unterwegs, um auf den Tafelberg zu kraxeln und ich werde vielleicht mit Nadine und Nabeel den Lion's Head erklimmen ...

Später am Tag werde ich zu unserem Nachbarn rübergehen, den ich gestern kennengelernt habe, als wir nach dem Pinguin-Roadtrip aus dem Auto ausgestiegen sind. Er ist schon etwas älter (vielleicht 60-70), heißt  Alan und hat 30 Jahre auf Jamaica gewohnt. Er hat mich zu sich eingeladen und zeigt mir Musik ;-) Außerdem ist er bei coffeebeansroutes.com involviert. (guckt mal unter Evening Tours, sieht sehr cool aus!)

soweit mal wieder von mir ...
lasst doch auch mal hören, was bei euch so los ist ;-)

Montag, 12. Juli 2010

Braai, Wochenende und "erster Schultag"

Hallo allerseits!

Am Freitag war nix zu tun in der Uni und Adam (unser Vermieter) hat zu einem Braai in einem seiner anderen Gästehäuser eingeladen. Nachdem wir unseren neuen Mitbewohner Chris (ebenfalls aus Deutschland) kennengelernt haben sind wir dann abends nochmal zum Supermarkt gegangen und haben uns für das Braai mit Fleisch, bzw. in Lenas Fall mit vgetarischem Fleischersatz eingedeckt und haben uns zu Fuß auf den Weg gemacht. Dank meines iPhones war es auch kein Problem den Weg zu finden (ich liebe das Ding einfach ;-) ), aber wir hatten wohl die Uhrzeit falsch verstanden und die anderen waren schon beim zweiten Gang. Es waren außer Adam noch 6 andere Deutsche da, die bei der WM im Medienbereich ein Praktikum gemacht haben und wir haben uns ein wenig unterhalten.

Später kam dann der absolute Knaller: ein Bekannter von Adam, Joseph, kam vorbei und siehe da ... Joseph ist ein waschechter Rastaman aus den Townships und kommt Adam immer besuchen, wenn er grad in der Stadt zu  tun hat. Begleitet wurde er von seinem Freund und ebenfalls Rastaman "Red Beard", der so genannt wird, weil er tatsächlich einen rötlichen Bart hat und ansonsten pechschwarz ist. Natürlich habe ich die Gelegenheit genutzt um ein paar Fragen über Rastafarianismus und die dahinter liegende Philosophie loszuwerden und es war echt interessant Red Beard zuzuhören. Die ersten echten Rastamänner, die ich kennengelernt hab ... man, war ich gut drauf :-D Später hat mir dann Joseph angeboten mit mir eine Township-Tour zu machen, mir anzugucken, wo und wie er lebt usw. Er lebt in einer Rastacommunity, die Marcus Garvey Community heißt und meinen Recherchen nach die größte Rastacommunity der Welt ist. Natürlich gibt es auf Jamaica, Äthiopien oder Ghana mehr Rastas, aber die größte zusammenlebende Gemeinschhaft ist offensichtlich ausgerechnet in Kapstadt. Abgesehen davon, hab ich vielleicht die Gelegenheit ein echtes Nyabinghi mitzuerleben und an einem Township-Dance teilzunehmen. Der absolute Oberhammer! Sowas habe ich höchstens in irgendwelchen BBC Dokumentationen aus den Siebzigern mal gesehen, oder davon gelesen. Wir haben dann Telefonnummern ausgetauscht und abgemacht uns an einem der nächsten Wochenenden kurz zu schließen. 
Adam hat gesagt, dass das das erste Mal ist, dass er sowas angeboten hat... vielleicht, weil ich Dreads habe. Joseph hat betont, dass es für ihn dabei keinesfalls um Geld geht, er Materialismus strikt ablehnt und sich alles um Erfahrungen geht und darum "knowledge and wisdom" miteinander zu teilen und voneinander zu lernen. Wir würden die ganze Zeit zusammenbleiben und Sicherheit ist das oberste Gebot. Das klingt zumindest so, als würde ich lebend aus den Townships zurückkommen ;-) Nichts desto Trotz werd ich sogut wie nix mitnehmen und mir ein billiges Telefon für 20 Euro kaufen und mein iPhone lieber zuhause lassen. Sicher ist sicher. Immerhin ist es das erste Mal, dass er sowas je angeboten hat und von daher hat auch noch niemand Erfahrungen damit gesammelt. Davon mal abgesehen ist es eine Erfahrung, die wohl nur wenige Menschen in meiner Situation als "reicher", weißer Europäer haben machen können und etwas komplett anderes als die Touristen-Touren für 60 Euro, die hier angeboten werden.

Nach dem Braai hat Adam uns dann gegen 1 Uhr mit seinem Auto nach Hause gefahren und wir sind alle ins Bett gefallen.

Am Samstag haben wir alle sehr lange geschlafen und ich habe Pfannkuchen zum Frühstück für Lukas (ebenfalls ein Mitbewohner), Lena und mich gemacht. Dafür musste ich am Freitag übrigens noch extra eine neue Pfanne kaufen, weil die beiden Pfannen, die hier sind, offensichtlich stundenlang auf einer heißen Platte stehen gelassen wurden und total verbeult und verzogen sind. Dank der neuen Pfanne erntete ich viel Lob für meine Pfannkuchenkünste, die ich ja auch jahrelang verfeinert habe ;-)  Nach dem "'Frühstück" sind wir alle erstaunlicherweise wieder müde ins Bett gefallen. Es ist echt unglaublich, wie schnell wir müde und erschöpft sind. Ich hab keine Ahnung, ob es an der Luft liegt, am Klima, oder daran, dass wir die ganze Zeit Englisch reden. Irgendwas sorgt auf jeden Fall dafür, dass wir nachdem wir morgens aufgestanden sind am Nachmittag oder frühen Abend hundemüde werden. Natürlich erleben wir jeden Tag ziemlich viel und bekommen neue Eindrücke, lernen neue Leute kennen, müssen uns mit der Uni rumschlagen usw., aber in Deutschland bin ich auf jeden Fall fitter als hier im Moment. Wahrscheinlich müssen wir uns noch richtig einleben ... wir sind ja erst ne Woche hier :-)
Abends sind wir dann nur kurz die Straße runter zu Bacchini's gegangen, ein italienisches Restaurant, und haben uns dort das Fußballspiel angeguckt. Hätten wir mal gegen die Spanier so schönen Fußball gespielt ...
Im Restaurant ist mir wieder klargeworden, wie gut es ist, dass ich mich mit Lena gut verstehe. Wenn ich mir überlege, wie der Aufenthalt wohl wäre, wenn dem nicht so wäre ... das würde vieles wesentlich schwieriger machen und den Aufenthalt einiges an Qualität kosten. Immerhin sind wir mehr oder weniger gezwungen fast alles immer zusammen zu machen, weil man sich alleine nicht immer überall sicher fühlen kann. Abends erst recht nicht. Letztens erst haben wir von einer Deutschen, die schon seit über einem Jahr hier ist, erzählt bekommen, dass sie überfallen wurde und ihr eine Nadel an den Hals gehalten wurde, um sicherzustellen, dass sie sich nicht wehrt und alles abgibt, was sie dabei hatte. Sehr erschreckend solche Stories, vor allem, weil SA ein massives HIV-Problem hat. Ich versuche irgendwie solche Geschichten zwar im Hinterkopf zu behalten, aber mich davon nicht beherrschen zu lassen. Was hat man schon davon in einem anderen Land und in einer anderen Kultur zu sein, wenn man auf der Straße die ganze  Zeit verkrampft ist und Angst hat.

Am Sonntag habe ich dann Englisches Frühstück gemacht mit echten Baked Beans von Heinz. Auch davon war Lena begeistert :-)
Mittags haben wir uns dann mit Robert, dem nierderländischen Austauschstudenten, an der Waterfront getroffen. Das liegt an einem Hafen und von dort aus kann man z.B. Haitauchen, Skydving machen, Bootstouren usw. Sehr touristisch aufgezogen das Ganze. Dort ist auch eine Art große shopping mall mit vielen kleinen Geschäften, Supermarkt usw. Nachdem wir ein wenig orientierungslos durch die Gegend gelaufen sind haben wir beschlossen zum Strand zu gehen. Zum ersten Mal am Meer in Kapstadt! Die Luft roch soooo gut, einfach toll. Wie Meer eben riechen muss. Obwohl es recht gefährlich sein soll dort zu surfen waren einige Leute natürlich trotzdem im Wasser und wir haben eine Weile zugesehen. Ich glaube Nabeel hat gesagt selbst im Sommer hat das Wasser nur 16 Grad und wenn wir "baden" wollen, sollten wir besser zum Indischen Ozean fahren.
Ein Blick auf die Uhr zeigte uns, dass es Zeit war sich wieder auf den Weg in die Stadt zu machen, um noch irgendwo einen Platz zu finden, wo man das Finale angucken kann. Wir beschlossen dann mit dem Taxi zu fahren und sind doch tatsächlich an eines mit einem manipulierten Taxameter geraten. Den hättet ihr mal sehen sollen ... man konnte kaum folgen, so schnell lief das Teil. Wir haben uns dann geweigert mehr als 5 Euro bis in die Stadt zu bezahlen und sind ausgestiegen.
Das Spiel haben wir schließlich im Purple Turtle geguckt, wo man 20 Rand Eintritt bezahlen musste, um überhaupt reinzukommen. Nur wegen des Finales. Die WM hat echt alles verteuert ... ich bin mal gespannt, wie sich die Stadt entwickelt, jetzt wo alles vorbei ist. Im Turtle Purple habe ich mich dann mit einem weißen Südafrikaner unterhalten, der meinte, wenn er kein local wäre, wäre er nicht im Turtle Purple. Offensichtlich hat die Bar eine miese Geschichte mit viel Kriminalität und Drogen usw. Es wird zwar seit einiger Zeit versucht das Image zu ändern, aber manches ist halt noch beim alten. Es ist aber nichts passiert und wir sind dann nach dem Spiel irgendwann gegen 1 Uhr zuhause gewesen und mal wieder halb tot ins Bett gefallen.

Der "erste Schultag" fing dann heute um 9:40 an, mit einer Vorlesung über Postcolonialism an. Wir waren allerdings sowohl zu dieser, als auch zu allen anderen Vorlesungen zu spät. Einerseits war der Zug mal wieder zu spät (es wird Zeit fürs Auto) und andererseits war Lena's Stundenplan noch nicht fertig und wir mussten dauernd von einem Sekretariat zum nächsten laufen, um noch irgendwas in Erfahrung zu bringen. Hier weiß wirklich die eine Hand häufig nicht, was die andere tut. Es ist echt verwunderlich, wie die Uni überhaupt läuft :-D Es ist weitaus weniger zentralisiert als bei uns und man kann z.B. nicht mal eben einfach online, oder in einem Vorlesungsverzeichnis nachgucken, welche Kurse wann oder wo stattfinden. Immer muss irgendjemand zu dem entsprechenden Department gehen und im Sekretariat nachfragen. Und selbst die wissen nicht immer Bescheid. Z.B. die Leute, die für die Kursregistirerung zuständig sind, haben uns teilweise Kurse angeboten, von denen wir dann im Sekretariat des English Departments erfahren haben, dass sie garnicht angeboten werden. Abgesehen von derartigen Schwierigkeiten ist deren System sowas von anders ... man nimmt wesentlich weniger Kurse, die man dann aber mehrmals die Woche hat und zu denen es ein Tutorium gibt. Sowas kenne ich von Dortmund nur von den technischen Studiengängen. Die Vorlesungen dauern auch immer nur eine Zeitstunde und nicht 90 Minuten, wie bei uns.
Trotz alledem ist bei mir jetzt bis auf ein Tutorium alles soweit geklärt und ich warte darauf, dass Normalität in meinem Unialltag einkehrt ;-) Den Xhosa Kurs, den Lena und ich aus Spaß und Interesse eigentlich noch nehmen wollten, mussten wir leider wieder abwählen, weil es entgegen der Informationen von der Kursregistration kein Anfängerkurs war. Trotzdem sind wir die erste Stunde dageblieben und wurden von der Dozentin und den Kursteilnehmern über Deutschland, unsere Motive für den Auslandsaufenthalt usw. befragt. Mir ist sofort die Ähnlichkeit von Xhosa zu Swahili aufgefallen, das ja auch eine Bantusprache ist. Mal sehen, ob wir nicht irgendeinen anderen Xhosa Kurs nehmen können ...
Später am Tag hat uns dann ein Professer vom English Department angeboten uns mit nach Hause zu nehmen, weil er in derselben Gegend wohnt wie wir, was wir natürlich dankend angenommen haben. Er hat uns sogar seine Karte gegeben und gesagt, dass es total normal ist, dass Dozenten ihre Studenten mitnehmen. Wir können ihn anrufen, wenn wir mal wieder eine Mitfahrgelegenheit brauchen und z.B. nicht mit dem Zug fahren können/wollen, weil es schon dunkel ist. Dann lässt die Sicherheit nämlich drastisch nach.

Zuhause angekommen sind wir noch zur Bank, weil wir ja die erste Hälfte des Autos bald bezahlen müssen. Achja ... , bevor ich es vergesse: Adam hat ein Auto für uns gefunden. Ein alter Mercedes 230 mit 4 Gängen, Ledersitzen und Handbremse am Amatourenbrett :-D. Ein Freund von ihm verkauft den Wagen und Adam hat ihn für uns schon auf 16000 Rand runtergehandelt, also 800 Euro pro Nase. Der Wagen muss nur noch angemeldet werden und bevor wir nach Namibia, oder sonstwohin ohne befestigte Straßen fahren wollen, muss noch irgendwas an der Radaufhängung repariert werden. Morgen kommt er und kann uns hoffentlich sagen, was das dann noch kosten würde. Immerhin ist das schon eine Menge Geld für uns und wir können es uns nicht leisten das mit nem Fehlkauf in den Sand zu setzen. Morgen weiß ich mehr ...

Heute Abend haben Nabeel und Nadine Pizza selbst gemacht und wir haben mit Lena und Lukas zusammen den ganzen Abend Uno gespielt, was echt total witzig war. So, und nu ... geh ich ins Bett! Ich bin froh, dass morgen, genau wie Freitag, keine Uni ist. Zumindest, wenn der Stundenplan sich nicht noch wieder ändert :-)

so far ...