Das Ende ...
Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich die Natur in diesem Land ist. Von Wüste bis hin zu Gegenden, die wie Schwarzwald aussehen ist alles dabei. Wunderschön! In der Karoo habe ich mich zwischendurch wie in Amerika gefühlt. Endlose schnurgerade Straßen bis zum Horizont und links und rechts NICHTS. Und schlagartig sind überall Berge und Täler und Flüsse ... ohne, dass man den Übergang wirklich realisiert hätte. Auf einem der Berge lag sogar Schnee! Und wir saßen bei 30 Grad im Auto.
Wir sind in Kapstadt angekommen und haben uns entschlossen den Trip bei einem Cocktail ausklingen zu lassen, also sind wir direkt mit alle Mann und Gepäck zum Mojito gefahren und kamen genau pünktlich zur Happy Hour um fünf ;-)
Wir haben den Trip nochmal Revue passieren lassen und eine weitere Runde Kniffel gespielt, was gegessen und natürlich die Happy Hour genutzt. Heike und Aline, unsere Ex-Mitbewohner sind dann auch noch kurz vorbeigekommen und wir haben uns entschlossen noch eine Nacht im alten Haus zu schlafen. Pierrick, der eines unserer neuen Zimmer bewohnt hatte, flog nämlich erst am Sonntag, also hat er am Samstag noch in der neuen Wohnung geschlafen und damit er nicht auf der Couch, sondern in seinem Bett nächtigen konnte, haben Lena und ich nochmal in der alten Wohnung geschlafen.
Ich war ziemlich kaputt und bin recht früh ins Bett und Lena ist noch in die Stadt gefahren und war bis 4 Uhr tanzen.
Am nächsten Tag fand dann der Umzug statt. Es ist unglaublich, wieviele Klamotten Lena mit auf dem Roadtrip hatte ... Ich hatte meinen Treckingrucksack grade eben halb voll und sie hatte Ihren gerammelt voll, plus einen prall gefüllten weiteren Rucksack. Da wurde mir mal wieder kalr, wie verschieden wir beiden sind. Sie muss immer alles planen und auf Nummer sicher gehen, alles unter Kontrolle haben usw. Wie auch immer, in der neuen Wohnung angekommen haben wir erstmal die Zimmerfrage geklärt (Lena hat das Balkonzimmer und ich das größere Zimmer zur anderen Seite) und uns dann mit den Hunden angefreundet. In den Husky habe ich mich direkt verliebt!
Dann wurde das Internet konfiguriert, einkaufen gefahren, noch 2 Dreads gemacht und dann gings ins Bett.
Heute an der Uni haben Lena und ich uns mit einem Studenten aus einem von Lena's Kursen über Xhosa unterhalten, also die Sprache. Sehr interessant, was er so erzählt hat. Er sagte die Sprache würde allgemein als nicht besonders hoch angesehen gelten. Wenn man Xhosa spricht denken die Leute, dass man nicht gebildet ist. Die eigene Sprache wird sogar von den Sprechern boykottiert und gilt als rückschrittig, veraltet, uncool, usw. Nichtmal die xhosasprachigen Fernsehsender halten die Fahne hoch. Jeder zweite Satz ist Englisch und viele Eltern schicken ihre Kinder auf englische Schulen und sprechen auch zu hause Englisch mit ihren Kindern. Er beklagte sich darüber, dass die Sprache langsam aber sicher verloren geht. In den Städten z.B. wird, wenn überhaupt Xhosa gesprochen wird, eine Art Slangvariante gesprochen. Es findet unheimlich viel Codeswitching und Codemixing statt, immer wieder werden englische oder afrikaans Wörter in die Sprache eingebaut. Ein Xhosa, der sein ganzes Leben in der Stadt verbracht hat, hat schon Schwierigkeiten das ursprüngliche Xhosa vom Lande zu verstehen.
Da wir ja jetzt einen Fernseher haben, hat er uns empfohlen uns mal SABC1 anzugucken, was ein Xhosa-Fernsehsender ist.
Ich bin sowieso schon sehr gespannt auf Nachrichten und, wie das Programm hier überhaupt aufgebaut ist.
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