Montag, 13. September 2010

update

Hi all,

erstmal sorry, dass ich euch wieder eine Woche habe warten lassen!

Am Freitag war ich mal wieder im Theater, in Woyzeck. Eine südafrikanische Adaption des Deutschen Stücks, dass ich leider nicht kenne. Es war aber trotzdem cool, auch wenn ich alle anderen Handlungsstränge und Charaktere besser fand als die Handlung rund um Woyzeck. Es war die gleiche Besetzung wie schon bei Karoo Moose, bis auf einen Weißen, der mitgespielt hat. Rob van Vuuren. Der Typ war so witzig, wahnsinn! Er ist ein südafrikanischer Comedian habe ich mir sagen lassen ... ich muss mal im Netz gucken, ob ich mehr von ihm finde.
Er hat sogar im Stück Wilton auf die Bühne geholt und ihn integriert :-D

Am Samstag hatten wir unsere Housewarming Party und es war sehr schön. Es waren erstaunlich viele Leute da, bestimmt über 20. Auch, wenn die meisten später kamen als erwartet. Eigentlich war der Plan so gegen 4 Uhr mit grillen anzufangen, weil dann noch Sonne da ist, aber die meisten kamen erst Abends, weil sie sich noch ein Rugbyspiel angeguckt haben, oder von anderen transporttechnisch abhängig waren. Das schönste fand ich, wie gemischt alles war. Leute aus Kapstadt, aus Israel, aus Frankreich, aus den USA, aus Holland, aus Deutschland, aus dem Kongo, usw. Später am Abend gab es dann noch Livemusik von Jens, Wilton und Lena. Ich habe Nachmittags Apfelkuchen gebacken und Nachts gegen 1 Uhr mal wieder Pfannkuchen für alle Mann gemacht :-D
Nachdem alle von dem Apfelkuchen so begeistert waren, habe ich ihn Sonntag direkt nochmal gemacht. Ich muss das noch perfektionieren, weil wir hier nur einen kleinen Gasofen haben und die Temperatur schwierig einzuschätzen ist. Man kann das Ding halt nicht mal eben auf 180 Grad stellen, sondern muss raten wie hoch die Flamme sein muss.
Mein nächstes Projekt werden Waffeln glaube ich ... ich habe nämlich im Wandschrank in der Küche ein Waffeleisen gefunden.

Am Sonntag ist Lena mit den anderen früh morgens klettern gegangen, aber das war mir zu früh nach der Party am Samstag. Ich habe dann mit Drew (der bei uns gepennt hat) morgens das Geschirr weggespült, n bißchen was für die Uni gelesen, Apfelkuchen gemacht und entspannt.

Im Augenblick findet an der Uni ein Festival statt, das Ithuba Arts Festival. Heute nach den Vorlesungen haben wir uns die ersten 2 Bands angeguckt ... Die Musik war nicht nach meinem Geschmack, aber die Stimmung war super! Afrikaner sind einfach cooler, wenn es um Partys geht. Viel lockerer und fröhlicher und extrovertierter. Da war ein großer freier Platz, um den die Leute rumstanden und zwischendurch ist dann immer mal wieder einer mitten auf den großen Platz raus und hat einfach losgetanzt und sich von den umherstehenden Leuten dafür feiern lassen :-D Am geilsten waren definitiv zwei alte Putzfrauen, die ganz ungeniert in ihrer Dienstuniform losgelegt haben.

In der Uni geht es im Augenblick thematisch gesehen um die TRC, die Truth and Reconciliation Comission. Wir haben einen Fragebogen bekommen, wie ihn damals die Opfer bekommen haben und sollen den anhand einer Zeugenaussage einer Frau, deren Sohn erschossen wurde, ausfüllen. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Vorlesung weiter entwickelt, denn bisher ging es viel um Organsiatorisches und die Grundlegenden Infos. Also, warum sie einberufen wurde, was ihre Aufgabe war usw.

In Englisch geht es momentan immernoch um Postmodernism und was der Begriff bedeutet, wo man Postmodernism findet, wie sich die Gesellschaft ändert/geändert hat, usw.


Zum Schluss noch ein paar Videos und Bilder vom Roadtrip! Irgendwie weigert sich mein Computer, das Internet, blogspot.com, oder was auch immer gerade Bilder in meinen Blog einzufügen, also kann ich sie nicht direkt mit Kommentaren versehen.

Auf den Videos ist ein wenig Roadtripfeeling und natürlich Landschaft zu sehen und eines unserer kleinen Privatkonzerte.

Die Bilder zeigen unter anderem:

Den Fluss+Wasserfall in Wilderness, wo wir die Kanu-Tour gemacht haben; mich beim Dreaden von Lena's Haaren; den Coffeeshack Backpackers in Coffee Bay, in dem ich mich sehr wohl gefühlt habe; Reza; uns alle bei einer kurzen Essenspause; Robert hinterm Steuer (sieht der nicht typisch Holländisch aus?); den Banana Backpackers (Mehr Asyl als Hostel); Andriques, Wilton und Jens, best Samosas in Durban; unsere Zuflucht nach dem Banana, die Hippo Hide Lodge; ein nicht normaler Truck; Reza again; unser erster Eindruck von Durban; Drew am Pennen; Essen in Colesberg; einer von Colesberg's vielen Schnapsläden, aber mit nem coolen Namen

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